Donnerstag, 28. Mai 2015
Challenge, Tag 4
während wir uns noch über das asapste aufgleisen von commitments am ende des tages von funnels in der customer journey amüsieren, sitzen in ganz deutschland menschen, die finden, dass ich über gebühr oft "in einer optimalen welt" sage. das liegt vielleicht daran, dass ich weder in einer optimalen welt lebe noch in einem optimalen unternehmen arbeite, deshalb kann ich diesen satz eben oft sagen. in einer optimalen welt hätte ich nicht sechs babykatzen neben meinem bett stehen, weil ich den zeitlichen druck der kastration falsch eingeschätzt habe. in einer optimalen welt würden mann und kind jetzt auch nicht beide schnarchend neben mir im bett leben und pennen, obwohl morgen frau zine kommt und ein bisschen saubermacht, und das kann sie besser, wenn es aufgeräumt ist, aber wer soll denn jetzt hier noch aufstehen? und in einer optimalen welt würde man niemals mit irren zusammenarbeiten müssen, diese realität steht aber leider auch nicht zur verfügung. was soll man also machen? in einer optimalen welt wäre ich auch nicht so redundant, dass kollegen meine antworten schon vorweggreifen könnten mit "gleich sagt sie wieder in einer optimalen welt". aber ganz ehrlich? liegt doch nicht an mir. liegt an der welt.

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Mittwoch, 27. Mai 2015
Challenge, Tag 3
schon am dritten tag der münchen challenge wäre ich fast zu müde gewesen, doch ich raffe mich kurz auf. status quo katzenbaby dealership: 4 sind vermittelt, da aber alle so niedlich und vor allem genau gleich sind, ist noch nicht entschieden, welche. 5 und 6 sind so gut wie unter der haube, da muss nur noch kurz überlegt werden, ob 2 wohl der richtige weg ist. da wir aber ja nur im doppelpack dealen und meine erfahrung ist, dass zwei geschwisterbabies weniger arbeit machen als eins, sind wir bockig: wer manfred will, muss anneliese können.

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Dienstag, 26. Mai 2015
Challenge, Tag 2
jede branche bringt ihr eigenes vokabular mit sich, das war bekannt. der wechsel von wissenschaft (nerd) in wirtschaft (WMM, was mit medien) war vermutlich der größtmögliche denkbare sprung, terminologietechnisch.

ich gebe ein beispiel. der hochfrequenteste fachbegriff in meinem alten leben war vermutlich "komplementäre verteilung". ich gehe nicht ins detail, aber das konnte man nicht nur fachlich sehr oft benutzen, nein, auch privat. jeder witz, den sich linguisten am stammtisch erzählen, endet irgendwann mit "komplementäre verteilung". und da ich ja eher so formale logik und computer gemacht habe, gingen auch p und q immer gut. (vielleicht erinnern sie mich an meine humoristische sternstunde: i'm sorry, i have to leave. i have to p, and i don't want to q).

in meiner neuen tätigkeit ist der hochfrequenteste begriff "aufgleisen", aber es wird nur dann aufgegleist, wenn alle total committet sind. ich habe eine strategie entwickelt, dem zu begegnen, und es gab schon erste versuche dritter, die zu verwenden, das scheint aber nicht so einfach zu sein. wann immer mir jemand sagt, er wolle etwas aufgleisen oder wir sollten uns alle committen, dann sage ich als nächstes einen satz mit einem fachbegriff aus meinem gebiet, nämlich "suchschlitz". der suchschlitz ist das eingabefeld, in den man das suchwort eingibt. erstaunlicherweise ist mir das bislang noch jedes mal gelungen, ohne dass die situation absurd wirkte. ich nehme aber tatsächlich an, dass in vielen anderen berufen eine antwort mit dem wort "suchschlitz" eher schwierig ist.

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