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Donnerstag, 31. Juli 2008
Totschlagargumentation
so, die ersten vier tage sind rum. mein tagesablauf: 6 uhr aufstehen (ME!), vorbereiten. 8 uhr duschen, aufs fahrrad, im buero drucken, 9.30 das erste seminar, dann das zweite, dann im eilschritt ueber die bruecke ins buero und da dann verzweifelt wachhalten bis um 6. vielleicht auch heimlich ein bisschen vorbereiten.
ich habe doch davon abgesehen, erst Im seminar statt Vor dem seminar zu ueberlegen, was ich mache, da ich a) ein schlechtes gewissen hatte wegen des dann doch sehr hohen stundenlohns (brutto, leider), mir b) mitgeteilt wurde, dass drei amerikanische studenten ausschliesslich meine kurse belegt haben und dafuer furchtbar viel geld ausgegeben haben, und c) ich zu meiner freude feststellen musste, dass studenten anderer unis viel schlauer sind als die eigenen. nun gut, das sind dann auch studenten, die in den semesterferien nicht kellnern, sondern eben fuer viel geld an summer schools teilnehmen. mit denen hatte ich nie viel zu tun...

jedenfalls bin ich gar. ich halte mich tapfer (ich gebe zu bedenken, dass ich inzwischen einen bemerkenswerten bauch vor mir hertrage, der innerhalb von zwei wochen, puenktlich zur hitzewelle, ploetzlich da war), finde die arbeit sogar fast befriedigend, sicherlich eine herausforderung, und hey, mal zwei wochen hart arbeiten und nicht ueber babys nachdenken ist auch schoen.

jedenfalls wurde die komplette summer school gruppe heute vom buergermeister empfangen, mit anschliessendem dinner. den buergermeister habe ich ausgelassen, immerhin muss ich ja arbeiten, aber das dinner nimmt man ja immer gerne mit. ein kanadischer kollege (der den buergermeister auch ausgelassen hatte) und ich waren also als erste im restaurant, er trank bier, ich apfelsaft, als er mich, hoffentlich spasseshalber, darauf hinwies, dass man doch mit gutem beispiel voran haette gehen muessen, also eben auch brav zum buergermeister. meine gegenargumentation ging ungefaehr so: "hey! i am teaching four hours a day, working a real job on top of that, and am making people at the same time. i'm a hell of a role model!"
er nickte.

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Freitag, 25. Juli 2008
Bitte schoen!


hab ich gemacht!
(das alien, nicht das foto!)

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Pea-Movie
ich war erbse gucken. und im gegensatz zum ultraschall vor 6 wochen gab's jetzt auch richtig was zu sehen. und soviel ist klar: nachdem ich mich jetzt wochenlang erst mit angst vor einer fehlgeburt verrueckt gemacht habe, hatte ich in den letzten 2 wochen obsessive aengste, dass die erbse vielleicht gar keinen herzschlag hat oder so. jaja, ich weiss, ich lese zuviel. ab heute muss ich mir sorgen machen, ob die erbse schon im zarten alter von 3 monaten an schlimmstem add leidet. sie hat gehuepft, gewunken (beweis-winkefoto folgt gleich, muss noch gescant werden), sich gedreht, gehickst, und quasi alles gemacht ausser stillsitzen. auch mit 20 sekunden nicht atmen und ultraschallkopf gaaaanz still halten, wollte sich keine ruhe einstellen. unter den bedingungen klingt der hinweis, dass ich so in 4 wochen bewegungen spuere, eher wie eine drohung.

aber unter'm strich bleibt folgendes: die erbse sieht zwar aufgrund zweier gehirnblaeschen genau dort, wo man augen vermuten wuerde, aus wie ein alien, das genauso gut in roswell und nicht in meinem bauch sein koennte, ist aber ansonsten extrem attraktiv.

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Donnerstag, 24. Juli 2008
Das Sushi
war hervorragend, wenngleich fuer meinen geschmack was wenig fischig und was viel teuer. in tokyo gabs sushi bis zum platzen fuer 8 euro, hier gibts sushi bis man sich zu mcdonalds aufmacht fuer 50. oder so.

ansonsten bin ich allerstaerkstens unter strom. seit montag bin ich wieder im buero, und eigentlich koennte ich schon wieder urlaub machen. oder kuendigen. kuendigen waere fein. aber nein, ich kuendige nicht, die arbeit stapelt sich, und als waere nicht alles schon schlimm genug, muss ich die naechsten zwei wochen 4 stunden pro tag frau professor herzbruch mit kugelbauch spielen, nur um dann noch weitere 4 stunden steuergelder komplett aus dem fenster zu werfen, dann nach hause zu gehen und die nacht mit vorbereitungen zu verbringen. oder aehnlich. ich muss jedenfalls arbeiten, lehren, vorbereiten, mich uebergeben, und das alles in nur 24 stunden pro tag. zwei wochen lang. jeden einzelnen tag... bah.

lehre ist nicht so meins. ich war zwar immer ganz beliebt bei den studenten, (was sicherlich auch teilweise daran lag, dass viele aelter waren als ich und wir alle eigentlich lieber bier trinken wollten), aber fuer mich ist es eine qual. ich bin meistens nicht gut vorbereitet, kann das aber immer wettmachen. aber das kreiert stress. dieses mal habe ich versucht, mich fruehzeitig vorzubereiten, schoen brav, zwei kurse, sitzung fuer sitzung, und was hab ich gemacht? nix. okay, es geht um sachen, von denen ich wohl was weiss, aber mit ein bisschen mehr zeitinvestition haette ich jetzt ein bisschen weniger magengeschwuer.

andererseits: keine vorbereitung, keine nachbereitung, keine klausuren/hausarbeiten korrigieren, und schon habe ich einen stundenlohn wie ein manhattener staranwalt. nur, dass ich den in latzhosen investieren muss, nicht in callgirls.

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