Mittwoch, 1. Juli 2009
Herz aus Gold
inspiriert von mark793 hier und frl. deville hier musste ich heute also zum grossen elektronikdings. der plan: 10 euro ventilator (nur so'n olles nonameding), 15 euro "kontaktgrill" (wo das frl. doch meinte, den gebe es fuer nen zehner bei wollwott).

und? ich habe den eindruck, ventilatoren haetten unter ihrem plastikchassis ein herz aus purem gold. anders kann ich mir nicht erklaeren, dass die, die da rum standen, alle so um die 50 euro kosteten (die billigen nonamedinger). mit letzter kraft fand ich in einer ganz anderen abteilung einen fuer 20 versteckt. gekauft. beim zusammenbauen festgestellt: niemals sah ich etwas so popeliges. wenn uns das ding mal nicht um die ohren fliegt...

schlimmer noch der foremangrill. ab 50, nach oben offen, nix drunter. wir essen heute gemuesepfanne.

frl. deville: der ona wuenscht sich zum geburtstag einen wollwottgrill!

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Montag, 29. Juni 2009
Emanzipation fuer arme Schweine
zwei drittel aller deutschen haushalte sagen, die frau sei das familienoberhaupt, heisst es in einer meldung. nun gut. das scheint gerade wichtig zu sein. gestern hoerte ich naemlich, als ich gerade in der kueche am herd stand (nach 4 1/2 stunden buegeln) aus dem wohnzimmer, wie irgendein journal dem beebiepapa erklaerte, dass ja auch joachim sauer immer schoen einen meter hinter kanzlerin merkel herdackelt.

ich konnte mich nur schwer wieder von der schnappatmung erholen. denn: der herr professor ist ja bei oeffentlichen anlaessen nun einmal der mann der kanzlerin. bei seiner antrittsvorlesung gehe ich davon aus, dass die gute frau gattin mit schnittchen und sekt neben ihm stand und haendchen schuettelte. als frau des professors eben.

diese vereinfachten darstellungen, in denen sich emanzipation oder moderne partnerschaft dadurch auszeichenen, dass die herren nur noch rosa schuerzen tragen, kein eigenes geld mehr verdienen duerfen und als zeichen der unterwerfung immer einen meter hinter der knallharten karrierefrau herkriechen gehen mir inzwischen so wahnsinnig auf den sack, dass ich mir wuenschte, alice schwarzer wuerde einen geheimen bruder aus dem aermel schuetteln, der die welt mal wieder ein wenig ins gleichgewicht bringt.

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Sonntag, 28. Juni 2009
Amortisisation (ii)
der rezession einhalt gebieten ist ja sozusagen mein nebenberuf, und das von-der-leyensche gehalt wird auch in gaenze zum ankurbeln der wirtschaft in umlauf gebracht. und da ich so viel mitleid mit der armen frau schickedanz habe, und da der herr mark letzens noch so eindringlich werbung fuer k-arsch-stadt machte, dachten beebiepapa und ich uns gestern: warum nicht auch mal ein bisschen in den armen konzernriesen pumpen, wo die frau schickedanz doch mit so gutem beispiel voranging.

und was soll ich sagen? der beebiepapa wollte sich sommerlich einkleiden (und da ist er fuer einen mode-kaspar-hauser, wie ich ihn nenne, 37 jahre lebte der arme im dunkeln, sehr masslos, schlimmer noch als ich). was noch fehlte waren eine kurze hose (gerne huebsch, nicht haesslich, aber wir sind da sehr unterschiedlicher auffassung) und ein paar t-shirts (gerne farbig, z.b. in einem lebensbejahendem grau oder einem frischen natoolivgruen). der verkaeufer war 60, hatte einen medizinball verschluckt und war ueberaus reizend. tat er doch so, als wuerde er die wuensche des herren bedienen, wobei er einzig und allein die meinen bediente. mit tricks wie: "ja, ich weiss, sie finden diese hose schrecklich, aber probieren sie die nur eben wegen der groesse an. oh, die sitzt aber gut. sehr schick."
und gekauft. grossartig. 5 t-shirts und 2 hosen, allesamt eigentlich von mir ausgesucht, ohne dass der beebiepapa es merkte. und zum schluss gab der medizinmann uns sogar noch seine mitarbeiterkarte. 10 prozent auf alles. k-arsch-stadt. das ist noch service!

(und wieder einmal das gewissen: ohne gutgelaunten beebie haetten wir niemals prozente gekriegt)

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