Sonntag, 14. Oktober 2012
Sinnvoll hin oder her...
bald wird wohl mein traumjob frei. leider ist das so eine sache mit der politischen zugehoerigkeit. war ich doch letztens mal wieder einer partei beigetreten, habe ich mir jetzt schon wieder ueberlegt, wieder auszutreten. so wird das auch nix mit der politischen zukunft (wobei ich mich nicht einmal dazu aufraffen konnte, irgendwo hinzugehen. zeitung lesen ist schon schlimm genug...)

ansonsten koennen sie sich jetzt hier einen ca. 15minuetigen monolog ueber die immense schlechtheit des deutschen promotionssystems vorstellen, und was ich als bundesbildungsministerIn so alles aendern wuerde, damit man den deutschen titel und damit seine deutschen traeger wieder ernstnehmen koennte. natuerlich weiss ich auch, dass mich dann am ersten tag im amt alle hinter vorgehaltener hand auslachen und dann zum thema g9 uebergehen wuerden. und dazu weiss ich ja nix, ausser vielleicht, dass ich persoenlich finde, dass meine studenten zu jung sind und dass der welt ja auch nicht geholfen ist, wenn demnaechst ueberall 22jaehrige bachelors auf den arbeitsaemtern sitzen. aber ich wollte ja gar nix sagen.

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Samstag, 13. Oktober 2012
Warum meine Arbeit sinnvoll ist:
man kann ja noch nicht einmal einen buerostuhl kaufen!

"Kaufen von führenden Anbieter im Vereinigten Königreich von Eames Dining Chairs. Wir mögen denken, setzen wir Maßstäbe. Wir begannen 30 Tage Rückgaberecht, 2 Jahre Garantie und der Preis Beat-Versprechen und niemand bietet Ebenen, die sogar nah sind."

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Samstag, 13. Oktober 2012
I don't know what you did last summer
ich koennte hier jeden tag alles vollschreiben, soviel passiert, aber ich habe mich dagegen entschieden. so werden sie leider nie erfahren, warum ich jetzt offene beratungssprechstunden im gemueseladen abhalte. oder wie es kam, dass eine mir hoechst sympathische frau und ich, die beide aus dienstrechtlichen gruenden leider keinen privaten kontakt zueinander haben duerfen, jetzt jeweils fuer das lebensglueck des kindes der anderen mitverantwortlich sind. zumindest fuehre ich ja offiziell zwei komplett unterschiedliche identitaeten, das hilft in der praxis beim auseinanderdroeseln unseres nicht-kontakts.
und wo wir gerade bei praxis sind: wir machen auch noch eine therapie. ich kann sie beruhigen: niemand will sich trennen, niemand ist ueber gebuehr verhaltensauffaellig, und eigentlich sind wir weite strecken des tages gluecklich und zufrieden. doch wer weiss, vielleicht habe ich zu lange in den usa gewohnt, als dass ich es noch fuer moeglich halten koennte, dass man leichte unstimmigkeiten alleine in den griff kriegen koennte. sie verstehen natuerlich, dass sie das ueberhaupt nix angeht, nur soviel: wir sind nach 5 zeitstunden schon zufriedener, als es fuer das zusammenleben in einer kleinfamilie noetig waere. aber das ist ja durchaus positiv. an ein paar winzigkleinen gespraechsfetzen moechte ich sie aber dennoch teilhaben lassen:

"ich finde es wirklich interessant, dass zwei menschen wie sie verheiratet sind. miteinander."

"ich kenne ihr kind ja jetzt nicht, aber ich nehme an, er ist verbal sehr [mittlere pause, blick von vater auf mutter] eloquent."

herr h. erklaert unsere strikte 50:50 teilung, die nur in winzigen einzelfaellen durchbrochen wird: "das funktioniert aber auch sehr gut. meine frau kocht zb alleine, und ich handwerkere alles." frau h.: "wenn ich mich richtig erinnere, gab es in den letzten 4 jahren jeden tag was zu essen, und in den letzten 3 jahren kein licht in der kueche."
chapeau.

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