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Freitag, 19. Juli 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 44
herzbruch, 17:35h
ich habe heute ein jahr geschenkt bekommen. 12 monate lang dachte ich, ich sei 37, bis mir der mann letzte woche vorrechnete, dass ich natürlich 37, nicht 38 würde.
auch schön. bin ich jetzt also genau so alt wie heute vor einem jahr. nur ist mein leben jetzt auf einmal viel komfortabler. ich sitze auf der terrasse, auf der es gepflegte 25 grad mit wind ist, vor mir der garten mit brütenden 30 grad und pool, hinter mir das haus mit klimaanlage für den alleräußersten notfall. ich trage eine kurze hose mit gummizug oben, welche ich auch ganz bestimmt nicht mehr ausziehe heute, ach moment, doch gleich, denn der badeanzug ist schon drunter und angestoßen wird im wasser.
dekadent, ich weiß, doch ich habe ja auch die dem akademischen system inhärente ochsentour hinter mir. und ob ich hier am 38. geburtstag noch sitze, muss sich ja ende des jahres auch erst noch zeigen. also genieße ich jetzt schnell, bevor es ungenossen wieder weg ist.
auch schön. bin ich jetzt also genau so alt wie heute vor einem jahr. nur ist mein leben jetzt auf einmal viel komfortabler. ich sitze auf der terrasse, auf der es gepflegte 25 grad mit wind ist, vor mir der garten mit brütenden 30 grad und pool, hinter mir das haus mit klimaanlage für den alleräußersten notfall. ich trage eine kurze hose mit gummizug oben, welche ich auch ganz bestimmt nicht mehr ausziehe heute, ach moment, doch gleich, denn der badeanzug ist schon drunter und angestoßen wird im wasser.
dekadent, ich weiß, doch ich habe ja auch die dem akademischen system inhärente ochsentour hinter mir. und ob ich hier am 38. geburtstag noch sitze, muss sich ja ende des jahres auch erst noch zeigen. also genieße ich jetzt schnell, bevor es ungenossen wieder weg ist.
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Donnerstag, 18. Juli 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 43
herzbruch, 20:08h
man will ja so vieles besser machen als seine eltern. damals. in vielen punkten scheint mir das nicht so gut zu gelingen, aber heute war mein großer tag.
jetzt ist es ja offiziell draußen sommer, was insofern gut ist, dass ich nicht mehr die ganze zeit stöhnen muss, dass die heizerei so teuer sei. was ich im winter nicht wusste: sommer ist mindestens so teuer wie ölheizung. garten, möbel, pflanzen, noch mehr pflanzen, noch mehr pflanzen (und das bei einem vom gärtner angelegten grundstück, aber es geht sehr mit mir durch), trampolin und jetzt noch pool. von der planschbeckensituation meiner kindheit bin ich schwersttraumatisiert, denn das war klein. ich wollte lieber groß, doch groß stand nicht zur verfügung. nun sind ja ein paar jahre vergangen und man kann ohne weiteres ernstzunehmende pools mit reinigungspumpe und allem kaufen. das habe ich also getan, ich muss meine kindheit nämlich nachholen und will gerne mit einem kalten getränk im pool sitzen.
heute wurde das ding also geliefert, und das aufstellen sollte vergleichsweise einfach sein. war es auch fast, und als ona aus dem kindergarten kam, waren 4000 liter eiskaltes wasser vorbereitet. und ich? habe ihn reinspringen lassen, natürlich. meine eltern, die wohl sehr besorgt waren, haben vor über 30 jahren nämlich folgende foltermethode angewendet: erst einmal musste es ein paar aufeinanderfolgende tage richtig warm sein, dann wurde das miniplanschbecken aufgepustet. dann wurde es mit dem schlauch befüllt, woraufhin es dann mindestens noch 24 stunden in der sonne stehen musste, während ich sehnsüchtig davor saß und bei 30 grad sekunden zählte. am nächsten tag wurde dann die temperatur überprüft, und wenn sie gut war, wurden dann noch ca. 10 eimer heißes wasser, welches mit dem boiler in der küche erhitzt wurde (ca. 10 min pro eimer, gefühlt) reingekippt. wenn es noch sehr kalt war, wurde die quarantäne verlängert. alles in allem habe ich jedenfalls lange gelitten, bevor ich endlich auch nur einen fuß im planschbecken hatte.
ona ist einfach reingesprungen und hat eine stunde gespielt. dann kam er auf die terrasse, wickelte sich in ein handtuch und wärmte sich mit augen zu in der sonne auf. gerade war ihm wieder warm, also ist er jetzt wieder drin. ich finde, er handhabt das planschbecken zu meiner vollsten zufriedenheit. das hätte ich mit 4 bestimmt genauso gekonnt. ich war ja sogar ein vernünftiges kind.
jetzt ist es ja offiziell draußen sommer, was insofern gut ist, dass ich nicht mehr die ganze zeit stöhnen muss, dass die heizerei so teuer sei. was ich im winter nicht wusste: sommer ist mindestens so teuer wie ölheizung. garten, möbel, pflanzen, noch mehr pflanzen, noch mehr pflanzen (und das bei einem vom gärtner angelegten grundstück, aber es geht sehr mit mir durch), trampolin und jetzt noch pool. von der planschbeckensituation meiner kindheit bin ich schwersttraumatisiert, denn das war klein. ich wollte lieber groß, doch groß stand nicht zur verfügung. nun sind ja ein paar jahre vergangen und man kann ohne weiteres ernstzunehmende pools mit reinigungspumpe und allem kaufen. das habe ich also getan, ich muss meine kindheit nämlich nachholen und will gerne mit einem kalten getränk im pool sitzen.
heute wurde das ding also geliefert, und das aufstellen sollte vergleichsweise einfach sein. war es auch fast, und als ona aus dem kindergarten kam, waren 4000 liter eiskaltes wasser vorbereitet. und ich? habe ihn reinspringen lassen, natürlich. meine eltern, die wohl sehr besorgt waren, haben vor über 30 jahren nämlich folgende foltermethode angewendet: erst einmal musste es ein paar aufeinanderfolgende tage richtig warm sein, dann wurde das miniplanschbecken aufgepustet. dann wurde es mit dem schlauch befüllt, woraufhin es dann mindestens noch 24 stunden in der sonne stehen musste, während ich sehnsüchtig davor saß und bei 30 grad sekunden zählte. am nächsten tag wurde dann die temperatur überprüft, und wenn sie gut war, wurden dann noch ca. 10 eimer heißes wasser, welches mit dem boiler in der küche erhitzt wurde (ca. 10 min pro eimer, gefühlt) reingekippt. wenn es noch sehr kalt war, wurde die quarantäne verlängert. alles in allem habe ich jedenfalls lange gelitten, bevor ich endlich auch nur einen fuß im planschbecken hatte.
ona ist einfach reingesprungen und hat eine stunde gespielt. dann kam er auf die terrasse, wickelte sich in ein handtuch und wärmte sich mit augen zu in der sonne auf. gerade war ihm wieder warm, also ist er jetzt wieder drin. ich finde, er handhabt das planschbecken zu meiner vollsten zufriedenheit. das hätte ich mit 4 bestimmt genauso gekonnt. ich war ja sogar ein vernünftiges kind.
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Mittwoch, 17. Juli 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 42
herzbruch, 23:20h
4 tage unterwegs mit einem mittel bis schlecht hörenden vierjährigen ist ja schon eine herausforderung. die vergleichsweise lange rückreise mit der bahn mit 2 koffern und 2 taschen anschließend an einen fünfstündigen freibadaufenthalt zu planen, war zumindest gewagt. dann noch einen superdeal mit zugbindung zu wählen war im besten fall interessant. nicht, weil das kind es nicht schafft, mit 15 minuten umsteigezeit umzusteigen, sondern weil die bahn es nicht schafft, den ersten von 2 zügen so loszuschicken, dass wir, rennend, den zweiten zug noch erreichen statt ihm noch von hinten zu winken. und warum nicht einfach mal lange anstehen, um die zugbindung lösen zu lassen? das ist doch kein problem mit kind und 2 koffern und 2 taschen. und klar, ich hätte natürlich die verbindung so buchen können, dass ich 75 statt 15 minuten umsteigezeit habe, aber das war mir leider nicht eingefallen.
schwierig wurde es für mich, als das kind dann sein spielzeugboot in einen haufen gewürzgurken unter dem sitz am bahnsteig fallen ließ. das war wohl der tiefpunkt des tages.
schwierig wurde es für mich, als das kind dann sein spielzeugboot in einen haufen gewürzgurken unter dem sitz am bahnsteig fallen ließ. das war wohl der tiefpunkt des tages.
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