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Mittwoch, 14. August 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 50
herzbruch, 01:01h
zum nicht-tagebuchbloggen-jubiläum dürfen sie ein bisschen linguistenluft schnuppern. heute morgen habe ich nämlich vor der fahrt zur kita schon die folge sprachwissenschaft im zeitschen studium generale gelöst. ich nehme es vorweg: ich hatte volle punktzahl, bin also vollumfänglich professorabel für ein fach, das so aussieht, wie laien sich die sprachwissenschaft vorstellt. ich möchte aber darauf hinweisen, dass keine einzige, wirklich nicht eine einzige frage irgendetwas mit dem studium oder der forschung in der sprachwissenschaft zu tun hat. nicht eine. mit so fragen wie "wie schreibt man eigentlich noch mal xy?" und "wie geht noch mal genitiv?" (ich möchte hinzufügen: wer brauchen nicht mit zu gebraucht, kann brauchen sehr wohl auch gebrauchen und weil mit hauptsatz ist super, weil es klingt modern) kann sich bastian sick beschäftigen, und alle pensionierten deutschlehrer der nation können das dann lesen und gutfinden. ich bin derweil froh, dass ich mich mit deutlich wichtigeren (aus meiner perspektive, bin ja leider kein herzchirurg) dingen beschäftige. die könnte ich aber vermutlich ebenso wenig wie die meisten kollegen in 10 fragen kloppen, oder doch, aber die sind dann mit so volksetymologischem wissen vermutlich nicht zu beantworten. ist ja auch nicht schlimm, wir wissen ja bei piloten auch nicht, wie der einzelne handgriff der concordesteuerung aussieht. das macht es ja auch ein bisschen mystisch.
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Dienstag, 13. August 2013
My two cents
herzbruch, 01:41h
ich frage mich ja in den letzten tagen immer wieder, wie es denn sein kann, dass ich es, wenn wir doch so gut bespitzelt wurden, immerhin bislang 3 mal auf die us-amerikanische no fly liste geschafft habe (und wieder runter, im moment weiß ich gar nicht). hätte die nsa nicht wissen können, dass ich mich am telefon über kindererziehung unterhalte? und gar nicht über bomben? das wäre doch mal ein sehr lobenswerter nebeneffekt dessen gewesen, worüber die welt sich ja eh viel mehr aufregt als ich. "ach, die olle herzbruch, die kennen wir ja so gut vom telefon und aus dem internet. die tut nix, die will nur ein bisschen einkaufen mit steuerhinterziehung, aber da sind wir ja nicht zuständig."
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"Wie, wir haben alle Couscoussalat mitgebracht!"
herzbruch, 12:22h
die unordentlichsten zwei wochen im jahr, nämlich die, wenn die kita geschlossen ist und der mann keinen urlaub hat, weil man ja dachte, man könne besser außerhalb der saison irgendwo hinfahren, sind vorbei, und ich kann mich wieder dem erwachsenenleben widmen. es ist ja durchaus die ein oder andere beobachtung angefallen in den letzten wochen. am eindrucksvollsten fand ich folgende: 2013 hat der couscoussalat den nudelsalat vollständig abgelöst. so waren wir ja neulich auf einer party, zu der ich zwei salate mitbringen sollte. aufgrund unserer erfolgsstory mit dem gemüsebeet war das natürlich kein problem, und dank des minzgroßanbaus entschied ich mich neben dem blattsalat original mit düsseldorfer nacktschnecken für tabouleh, den couscoussalat, den das kind schon während meiner schwangerschaft so gerne aß. vermutlich habe ich während der zubereitung auch so etwas gedacht wie "das ist auch mal was anderes." gab es doch irgendein buch, von dem ich nicht einmal mehr sagen kann, ob ich es selbst gelesen habe oder ob mir jemand davon erzählte, das beginnt mit dem satz: "wie, wir haben alle nudelsalat mitgebracht!"
doch es ist ja jetzt 2013, und 5 der 7 mitgebrachten partysalate waren couscoussalat. da haben wir doch mal einen gesellschaftlichen wandel, den ich zuvor gar nicht so vor augen hatte. klar, dass man heutzutage nur noch selten einen mettigel oder käsepilz, hauptbestandteile der 80er parties meiner eltern, vorfindet, das wussten wir. dass man vor essenseinladungen auch nur noch pro forma sagen muss, dass man keine gewürzgurken schätzt, das war mir alles bekannt. doch dass man demnächst einen nudelsalat machen muss, wenn man mal was ganz exotisches mitbringen möchte, das ist ganz neu.
doch es ist ja jetzt 2013, und 5 der 7 mitgebrachten partysalate waren couscoussalat. da haben wir doch mal einen gesellschaftlichen wandel, den ich zuvor gar nicht so vor augen hatte. klar, dass man heutzutage nur noch selten einen mettigel oder käsepilz, hauptbestandteile der 80er parties meiner eltern, vorfindet, das wussten wir. dass man vor essenseinladungen auch nur noch pro forma sagen muss, dass man keine gewürzgurken schätzt, das war mir alles bekannt. doch dass man demnächst einen nudelsalat machen muss, wenn man mal was ganz exotisches mitbringen möchte, das ist ganz neu.
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Samstag, 3. August 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 49
herzbruch, 15:00h
mit fortgeschrittenem alter brauchen parties eine völlig neue choreographie. heute ist es zb so:
wir sind auf dem 40. geburtstag eines studienfreundes eingeladen. dort werde ich dann erstmals in 7 jahren auf einen einst äußerst wichtigen mann treffen. ich mit mann und kind, er mit frau. ich alt, dick und grau. er war damals schon auf dem weg, aber das nur am rande. nun spielt ja seit ca. 5 jahren komfort in meinem kleidungsstil eine große rolle, doch scheinbar und unerwartet ist der anlass signifikant genug, dass ich den primat des komforts über bord werfen möchte. zumindest für kurze zeit.
zum beispiel besitze ich ja dieses kleid,

von dem man auf dem foto mit der schäbbigen jeansjacke ja leider nicht erkennt, wie großartig 50s mit petticoat es wirklich ist. und mit einem geeigneten kneifunit darunter geht es sogar zu. da es 0% elasthan enthält, wird der körper zwangsläufig in eine position gelenkt, die der designer für gut befunden hatte. atmen kann ich leider darin nicht, aber das wird erst einmal auch nicht nötig sein.
dazu trage ich dann fluevogs angela:

wobei der mann fand, man könne keine grünen schuhe zu einem schwarzweißen kleid tragen, was ich zur kenntnis genommen habe. ich entschied mich allerdings dagegen.
jetzt ist der gedanke, viele stunden auf einer party im schrebergarten zu stehen, in hohen schuhen und einem atmungsfeindlichen kleid ja sehr anstrengend. daher plane ich folgendes: als mutter habe ich ja immer wechselwäsche bei. nach ca. 1 stunde party werde ich mich angeregt, interessant und lustig unterhalten und über einen scherz meines gegenübers so lachen, dass ich mich mit bier besudele. da ich mich besudelt unwohl fühle, spurte ich im rahmen meiner möglichkeiten mit den schuhen zum auto und wechsele ich ein schrebergartentaugliches wickelkleid, welches ja nicht mit grünen schuhen geht, weshalb ich in noch schwarze flache sandaletten tausche. dann komme ich wieder, alle sind erstaunt, warum ich ein komplett anderes outfit beihabe, und zu diesem zeitpunkt wird ja mein kind irgendwo von oben bis unten voller schoko und ketchup mit einem gartenschlauch rumspritzen, so dass ich nur in seine richtung nicken werde, und alle machen verständnisvoll "ach ja".
so könnte es gehen.
wir sind auf dem 40. geburtstag eines studienfreundes eingeladen. dort werde ich dann erstmals in 7 jahren auf einen einst äußerst wichtigen mann treffen. ich mit mann und kind, er mit frau. ich alt, dick und grau. er war damals schon auf dem weg, aber das nur am rande. nun spielt ja seit ca. 5 jahren komfort in meinem kleidungsstil eine große rolle, doch scheinbar und unerwartet ist der anlass signifikant genug, dass ich den primat des komforts über bord werfen möchte. zumindest für kurze zeit.
zum beispiel besitze ich ja dieses kleid,

von dem man auf dem foto mit der schäbbigen jeansjacke ja leider nicht erkennt, wie großartig 50s mit petticoat es wirklich ist. und mit einem geeigneten kneifunit darunter geht es sogar zu. da es 0% elasthan enthält, wird der körper zwangsläufig in eine position gelenkt, die der designer für gut befunden hatte. atmen kann ich leider darin nicht, aber das wird erst einmal auch nicht nötig sein.
dazu trage ich dann fluevogs angela:

wobei der mann fand, man könne keine grünen schuhe zu einem schwarzweißen kleid tragen, was ich zur kenntnis genommen habe. ich entschied mich allerdings dagegen.
jetzt ist der gedanke, viele stunden auf einer party im schrebergarten zu stehen, in hohen schuhen und einem atmungsfeindlichen kleid ja sehr anstrengend. daher plane ich folgendes: als mutter habe ich ja immer wechselwäsche bei. nach ca. 1 stunde party werde ich mich angeregt, interessant und lustig unterhalten und über einen scherz meines gegenübers so lachen, dass ich mich mit bier besudele. da ich mich besudelt unwohl fühle, spurte ich im rahmen meiner möglichkeiten mit den schuhen zum auto und wechsele ich ein schrebergartentaugliches wickelkleid, welches ja nicht mit grünen schuhen geht, weshalb ich in noch schwarze flache sandaletten tausche. dann komme ich wieder, alle sind erstaunt, warum ich ein komplett anderes outfit beihabe, und zu diesem zeitpunkt wird ja mein kind irgendwo von oben bis unten voller schoko und ketchup mit einem gartenschlauch rumspritzen, so dass ich nur in seine richtung nicken werde, und alle machen verständnisvoll "ach ja".
so könnte es gehen.
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