Dienstag, 11. September 2012
Herzbruchens im Urlaub Teil 1
urlaubsziel numero uno: morella. irgendwo in den bergen, ohne irgendetwas zu tun. aber ist mir ja recht so. tu ich halt nix.

reise war im besten sinne interessant. der mann hatte ja insgesamt genau 2 aufgaben bezueglich des 15taegigen urlaubs: grossen koffer suchen und inspizieren, und gucken, wie man in duesseldorf ein anschlussticket an das regionale kauft, damit man bis koeln fahren kann. aufgabe 1: koffer zwar gefunden, dann aber leider fuer funktional erklaert. im zug dann die mitteilung, die rolle sei ja abgebrochen. stimmt. fiel mir dann auch wieder ein. letztes jahre in boston am buergersteig geschrottet. ich wollte ihn dann wegschmeissen, der mann wollte ihn behalten, man braucht den ja vielleicht nochmal. jetzt muss er halt schleppen. anschlussticket wollte er dann morgens um 6 am bahnhof klaeren, 5 min vor abfahrt. wir sind dann mal schwarzgefahren, macht reise wenigstens interessant.
und meine neue leidenschaft fuer familienreisen sind ja popelflughaefen. sonst fliege ich ja immer fremdbezahlt, und da hat man eher die route duesseldorf-barcelona. aber koeln-girona hat den grossen vorteil, dass kein einziger fussweg laenger als 3 minuten ist (ich weiss nicht, wo es war, vielleicht new york, wo ich in 10 minuten boarden musste und vor dem schild stand, das mir mitteilte, der fussweg zu gate 30-35 ab hier sei noch 30 minuten...), und menschenmengen, in denen man das kind verlieren koennte, gibt es auch einfach nicht. insgesamt war mein eindruck, dass morgens um 8 in koeln nur seniorengruppen nach las palmas fliegen. war mir ja sehr recht. ich kann mich auch gar nicht erinnern, dass wir uns irgendwo ernstzunehmend haetten ausweisen muessen...

fliegen findet das kind sehr unspektakulaer. es gab auch nur ein kleines stimmungstief, als wir ihn nicht schlafen lassen wollten, weil wir angst hatten, dass er sonst 1,5 liter apfelschorle in den sitz pieselt. auf dem rueckflug gibt es also eine unterlage. unser auto haette ein corsa sein sollen, ist aber ein skoda oktavia geworden, was uns sehr recht ist. so konnten wir direkt auch noch zwei aeltere damen, die ihre kreditkarte vergessen hatten und daher kein auto leihen durften, mitnehmen und an ihren bestimmungsort bringen. jeden tag eine gute tat, das gibt gutes urlaubskarma, dann hat man sogar in einem bergdorf-cafe wifi als belohnung.

notable momente des ersten reisetags: das radio im leihauto anschalten, und voreingestellt ist der sender "ona fm" (foto folgt und nomen est omen, musikgeschmack aehnlich schlecht wie ona kind), und die folgende autobahndiskussion:

mann: "kumma ona, da links ist das meer."
ona: "wo ist das meer?"
herzbruch: "da links hinten, hinter dem atomkraftwerk."

am freitag fahren wir dann ans richtige meer, das ohne atom.

(info fuer sabby: hat sich seit 98 nix geaendert. ueberall haengen schweinehaelften auf der strasse, der cortado ist grossartig, englisch ist gar keine option und die spanier sprechen einfach lauter, wenn man sie nicht versteht, alles, wirklich alles ist terracottafarben und mit der ankunft des mannes in dem bergdorf ist die anzahl der nichtrauchenden erwachsenen auf 1 gestiegen...)

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liest sich wie ein vielversprechender urlaubsbeginn.

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Skoda (wie kriegt man den Haken hin?) Octavia statt gebuchtem Auto hatten wir auch schonmal, in Schottland. Bei uns wars so, dass zeitgleich mit uns eine bemittelt aussehende vierköpfige Familie beim Vermieter ankam, während wir erkennbar minderbemittelte finanziell weniger gut ausgestattete Studenten waren (außerdem kann man sich als Autovermieter ausrechnen, dass wenn der unter-23-Zuschlag gezahlt wird, nur in den seltensten Konstellationen Leute deutlich über 23 dabei sind). Dem Vermieter waren offensichtlich die Ford Focusse ausgegangen, die sowohl die Familie als auch wir bestellt hatten. Stattdessen gab es nur noch einen Focus und halt so andere Autos. Und da kommt die vierköpfige Familie ins Spiel: Mit den Gepäckmengen ist ein Ford Focus einfach zu klein (für drei Studenten mit großen Rucksäcken ist der Kofferraum vom Focus allerdings auch schon etwas knäpplich). Also gab man uns, die bei der Frage, ob wir denn stattdessen nicht lieber was größeres mieten wollten, garantiert nein sagen, ohne Aufpreis den größeren Skoda, während die Familie vor die Wahl gestellt wird, sich und ihr Gepäck in den Focus zu quetschen oder mehr zu bezahlen. Uns hats gefreut, die Familie wahrscheinlich nicht so. Dafür haben wir im diesjährigen Urlaub von vornherein in der Passat-Klasse gebucht gehabt. Größer ginge selbst bei vorhandenem Budget nicht, da ist die Breite britischer Bergstraßen die limitierende Größe. Die entspricht nämlich genau der Breite eines Passats.

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