Dienstag, 18. September 2012
Herzbruchens im Urlaub Teil XY
herzbruch, 19:34h
wir haben anschluss gefunden. bzw der anschluss hat uns gefunden. seufz. man kann ja nach 10 oder so tagen mit mann und kind und 90jaehrigen dorfbewohnern durchaus sehnsucht nach alternativen gespraechen haben, aber das ist jetzt gestillt. dennoch sitze ich in einem cafe in tossa, waehrend mann und kind bummelbahn fahren, und zaehle runter, bis wir uns um 6 nebenan mit den nachbarn treffen. mettmaenner, natuerlich. und das kam so:
unser haus ist in den hang gebaut, und wir wohnen oben. unter uns ist noch ein unten. samstag arrivierten mettmaenner, unten, kein sichtkontakt. sonntag konnte ich durch ihr balkonverhalten schon sehr viel ableiten: morgens aufstehen, fruehstuecken, lange, dann reingehen, fenster und tueren zu, also sex, dann rauchen, dann in den supermarkt fahren, dann kochen, dann an den strand. (ich sag ja immer: raucher wissen mehr.) abends dann - unerwartet - trennungsgespraech. peinlich beruehrt rauchte ich vollgas, konnte auch nur leise fetzen hoeren, kam aber zu dem entschluss, dass a) er vermutlich dicke hose - duennes studienbuch ist, und b) sie so etwas wie krankenschwester mit hang zur hobbypsychologie. montag kaum hoerkontakt, abends beim rauchen wieder trennungsgespraech, danach er alleine auf dem balkon, wieder rauchen (ich oben im schlafzimmer lesend, konnte das aber sehr genau nachvollziehen). heute morgen dann fruehstueck auf dem balkon, stimmung etwas besser, herzbruchens dann bei 21 grad mutterseelenallein schwimmen gegangen (vielleicht nicht gut fuer die deutschen seniorengelenke), dann wiedergekommen, dann kind aufsaessig, schuhe in den garten geschmissen. dann mann wutanfall, dann nachbarin klingeln mit schuhen. zum kaffee eingeladen, zwei stunden sitzengeblieben, dann kam er, auch zwei stunden sitzengeblieben, dann verzweifelt versucht, aufbruch vorzutaeuschen, wollten ja doch noch einmal essen gehen (9 von 10 tagen kaesebrot gegessen, organisationsschwierigkeiten mit kind), ach so ein zufall, wir auch, ja, tatsaechlich, so ein zufall, hmpf. gleich also essen. morgen fahren wir nach barcelona, und - ach so ein zufall, sie verstehen. unser grosser vorteil: er mag keine kinder, propagiert elektroschocker fuer quengelnde kleinkinder im auto, da sehen wir unsere chance. vermutlich wird gleich die idee aufkommen, wir koennten ja gemeinsam nach barcelona fahren, doch dann, so haben wir es abgesprochen, werden wir erzaehlen, dass wir ja die ganze zeit "flupp der kleine flipper" im auto hoeren und uns deshalb nicht unterhalten koennen (leider sogar wahr), und dann sollte sich das erledigt haben.
sie ist ja sogar recht nett. ein anderer schlag, aber nett. er hat interessanterweise dazu gefuehrt, dass ich seit verlassen des hauses meinen mann so oft gekuesst habe wie im gesamten letzten jahr. einfach deshalb, weil ich so froh bin, mit ihm verheiratet zu sein und nicht mit irgendeinem doofen. ist ja auch schoen.
unser haus ist in den hang gebaut, und wir wohnen oben. unter uns ist noch ein unten. samstag arrivierten mettmaenner, unten, kein sichtkontakt. sonntag konnte ich durch ihr balkonverhalten schon sehr viel ableiten: morgens aufstehen, fruehstuecken, lange, dann reingehen, fenster und tueren zu, also sex, dann rauchen, dann in den supermarkt fahren, dann kochen, dann an den strand. (ich sag ja immer: raucher wissen mehr.) abends dann - unerwartet - trennungsgespraech. peinlich beruehrt rauchte ich vollgas, konnte auch nur leise fetzen hoeren, kam aber zu dem entschluss, dass a) er vermutlich dicke hose - duennes studienbuch ist, und b) sie so etwas wie krankenschwester mit hang zur hobbypsychologie. montag kaum hoerkontakt, abends beim rauchen wieder trennungsgespraech, danach er alleine auf dem balkon, wieder rauchen (ich oben im schlafzimmer lesend, konnte das aber sehr genau nachvollziehen). heute morgen dann fruehstueck auf dem balkon, stimmung etwas besser, herzbruchens dann bei 21 grad mutterseelenallein schwimmen gegangen (vielleicht nicht gut fuer die deutschen seniorengelenke), dann wiedergekommen, dann kind aufsaessig, schuhe in den garten geschmissen. dann mann wutanfall, dann nachbarin klingeln mit schuhen. zum kaffee eingeladen, zwei stunden sitzengeblieben, dann kam er, auch zwei stunden sitzengeblieben, dann verzweifelt versucht, aufbruch vorzutaeuschen, wollten ja doch noch einmal essen gehen (9 von 10 tagen kaesebrot gegessen, organisationsschwierigkeiten mit kind), ach so ein zufall, wir auch, ja, tatsaechlich, so ein zufall, hmpf. gleich also essen. morgen fahren wir nach barcelona, und - ach so ein zufall, sie verstehen. unser grosser vorteil: er mag keine kinder, propagiert elektroschocker fuer quengelnde kleinkinder im auto, da sehen wir unsere chance. vermutlich wird gleich die idee aufkommen, wir koennten ja gemeinsam nach barcelona fahren, doch dann, so haben wir es abgesprochen, werden wir erzaehlen, dass wir ja die ganze zeit "flupp der kleine flipper" im auto hoeren und uns deshalb nicht unterhalten koennen (leider sogar wahr), und dann sollte sich das erledigt haben.
sie ist ja sogar recht nett. ein anderer schlag, aber nett. er hat interessanterweise dazu gefuehrt, dass ich seit verlassen des hauses meinen mann so oft gekuesst habe wie im gesamten letzten jahr. einfach deshalb, weil ich so froh bin, mit ihm verheiratet zu sein und nicht mit irgendeinem doofen. ist ja auch schoen.
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kaltmamsell,
Mittwoch, 19. September 2012, 22:56
Erinnern Sie mich nochmal: Warum sind Sie hier im Urlaub?
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herzbruch,
Freitag, 21. September 2012, 19:26
weil es hier im grossen und ganzen ja sehr schoen ist. und weil wir die sprache sprechen und uns deshalb nicht ueber sture franzosen aergern muessen, zb. und weil ich gerne tortilla de patatas esse, nicht zu vergessen. und weil wir "gehobenen individualurlaub" machen wollten, wobei wir dazu die mettmaenner nicht gebraucht haetten... (den geruch in unserem haus auch nicht, eigentlich. der stuft zurueck auf "gehobenen individualurlaub mit geruchsbelaestigung").
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