Donnerstag, 17. Januar 2013
Ewige Suche
wenn ich nach 3 tagen von der arbeit komme, habe ich ja immer einige fragen an meinen mann. diese woche:

1) wozu 3 neue liter milch, wenn noch 7 im kuehlschrank sind?

2) warum nicht anstelle dessen lieber neues obst?

3) wo sind onas winterstiefel paar 1?

4) wo sind onas winterstiefel paar 2?

5) wo ist die klobuerste vom bad oben (wtf??)?

6) wo ist das kleingeld, das ich gestern neben das telefon gelegt hatte?

7) wo ist meine ec-karte, die ich gestern neben das telefon gelegt hatte?

8) wo ist meine schere?

9) wo ist das grosse messer?

usw. aber er kommt ja gleich. ich bin ja so gespannt.

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Da Sie sich nicht mehr gemeldet haben, scheinen Sie sich bis Punkt 9 durchgearbeitet zu haben. Bin gespannt, wie Sie es überlebt haben, und ob.

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die frage ist ja immer eher, ob er es ueberlebt. hat er aber. viele dinge sind wieder da, und alle fragen wurden ordnungsgemaess beantwortet, dennoch befindet sich ueber meinem kopf noch ein grosses fragezeichen. es klang wie deutsch, doch was er mir da alles erklaerte... so richtig durchdacht fand ich das alles nicht. aber das ist halt so. ich muss mich nur noch dran gewoehnen.

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An seiner Stelle
würde ich Dir nicht sagen, wo das große Messer ist...

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Es war bestimmt so ähnlich wie als ich - in echtem Lerneifer - seinen Doppelkopfspielzug hinterfragte, als er eine Kreuz 10 abwarf (nicht Herz bedienen konnte), obwohl schon klar war, mit wem man spielt (sogar mir!!) und er hinterher, als Kreuz kam, noch eine 8 auf der Hand hatte.

Er sagte mir, das sei eine Taktik gewesen. Auf meine Frage welche Art von Taktik, also mit welchem Ziel, machte er eine längere, sehr verwickelte Erklärung in deutscher Sprache, die ich trotzdem nicht verstehen konnte. Es scheint eine Taktik für Fortgeschrittene gewesen zu sein.

Vielleicht war das bei Euch ja auch "Haushalt für Fortgeschrittene".

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nee, das ist standard-meinmann. bei laengerem druebernachdenken ist seine taktik diese:

1) er macht etwas, was man nicht nachvollziehen kann. nehmen wir einfach waesche auf den fussboden neben den waeschekorb schmeissen.

2) die frau regt sich auf und fragt nach. ich frage ja immer nach, ob es einen grund gab, das so zu machen, denn wenn nicht, haette man es ja auch anders machen koennen.

3) die erklaerung. natuerlich gibt es immer einen grund, sonst haette man die waesche ja an ihren ort geschmissen statt auf den boden. an dieser stelle wichtig: die erklaerung muss lang, eintoenig und verschachtelt formuliert sein. nach ca. 3 minuten hat das gegenueber naemlich aufgehoert, die argumentation nachzuvollziehen, und nach weiteren 8 minuten weiss man gar nicht mehr, worum es eigentlich ging. (sein pech: ich kann mir ja immer alles merken...)

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Die Alternative zu "Wäsche neben dem Korb" wäre, Wäsche wahllos irgendwo liegen zu lassen. Insofern scheint es einen Erziehungserfolg zu geben.

Um die Erklärung der Klobürstenfrage werden Sie hier aber nicht herumkommen.

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1) bis 3) hier auch so...
dann folgt aber 4) Totale spontane Amnesie! ich höre auch die gesamten nicht nur 8 minuten , sondern gefühlte 15 min zu , decke sämtliche unplausibilitäten auf und frage nach -> dann amnesie: man weiss von gar nichts mehr -> dann ende
machse nix.....

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ach ja, ich hatte szenario B vergessen: amnesie. das kenne ich ja auch.

aber ne, machse nix. und sie haben ja auch ihr gutes, nicht wahr...

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ja klar, und wie schon festgestellt, die jahre vergehen wie im fluge...gerade die klobürste wiedergefunden- schon wieder ein jahr um ...

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@ilnonno:
er hatte sie weggeworfen. und manchmal ist es selbst fuer mich besser, nicht mehr nachzubohren. "aus gründen" reichte.

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Gut.
Das mit der Klobürste ist geklärt.
Aber ...
und er hinterher, als Kreuz kam, noch eine 8 auf der Hand hatte.
Sie spielen Doppelkopf mit Achten?
Das ist ... seltsam.

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Muahaha, ja, das wäre tatsächlich besonders seltsam ;-) Es war eine 9. Das ist das Problem mit mir und den Zahlen, das geht nicht mehr weg in diesem Leben...

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mich würde interessieren - und sorry wenn ich mich jetzt als nicht Herzbruch-blogversiert oute - wie lange schon das Zusammenleben währt....

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in einem gemeinsamen haushalt seit etwas mehr als 4 jahren. und ups. jetzt hab ich mich erschrocken.

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Die ersten acht Jahre scheinen die härtesten zu sein, haushaltstechnisch. Gefühlt ein halbes Jahrhundert später kann ich ungerührt dem Drecksgeschirrsstapel in der Küche zuschauen beim Wachsen. Er wird sich darum kümmern, ist ja sein Geschäftsbereich. Und wenn das alles zu lange rumliegt, wird er einweichen müssen, früher oder später.
Gute Nerven und eine exzellente Ausblendtechnik führen tatsächlich zu etwas, was man gemeinhin als Arbeitsteilung bezeichnet.
Jetzt müsste man das Modell nur noch aushäusig auf die Gesellschaft übertragen können.

Keep calm and delegate duties!

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das mit der ausblendtechnik. daran werde ich arbeiten muessen.

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Tut mir leid, wenn ich da desillusionierend einwirken muss, aber auch nach 14 Jahren .... und sogar, wenn man gar nicht aus dem Haus geht .... einzig der Erklärmüll fällt inzwischen weg, weil ich dann ausflippe.

Immerhin hatte er beim letzten Businesstermin dann um 20.17 am Vortag noch die Erleuchtung, dass keine "gute" Hose mehr passte und raste in die Stadt, um sich eine zu besorgen. Lassen wir mal die 2 Wochen vorher weg, in denen ich ihn vergeblich dran erinnert hatte, dann ist das doch ein Schritt voran?

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Immer wenn ich Einträge dieser Art bei Ihnen lese (und womöglich auch die Kommentare), bekomme ich Beklemmungen und frag mich, stimmt da vielleich etwas nicht mit mir und das nur, weil ich immer auf Ihrer Seite bin.....

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mensch. das ist soooooooooo einfach und logisch. alles verkloppt / auf den kopp gehauen für neue milch!

(meine einzige frage wäre: hat ihr mann einen milch-fetisch? ;))

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Ich hab mich bloß gefragt, warum noch keine Kuh angeschafft wurde *lach*
Aber vllt kommt die noch. Oder Ziegen. Oder Schaaafe. Dann hätte er auch gleich Beschäftigung für einsame Winterabende.

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grossen garten hammwer ja jetzt. spricht erst mal nix gegen eine kuh. interessanterweise hatte er aber einfach die neue milch zu der alten gelegt. aber zum glueck ist ja heute alles so zweifelhaft laengerfrisch...

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