... newer stories
Donnerstag, 13. September 2012
Herzbruchens im Urlaub Teil 4
herzbruch, 12:16h
manchmal haben sie einfach echt streit.
bis gestern waren naemlich in dem apartamiento unter uns noch mann und frau, mitte 40 vielleicht, eher einfach gestrickt. interessanterweise hatten wir wohl das glueck, von all den lauten spaniern die allerlautesten gefunden zu haben. bis nachts um 1 diskutierten sie sehr laut, wobei man aber eigentlich nur sie hoerte. nun war meine vermutung folgende: beide sind verheiratet, allerdings mit anderen leuten. und um mal so richtig in ruhe sie wissen schon, kamen sie hierher, um mitten in der einoede usw. dann streit. vermutlich lag ich fast richtig, zumindest erzaehlte sie mir gestern vom balkon, aehnlich wie evita peron, dass der mann, nicht ihr gatte, nicht einmal ihr novio, ihr amigo halt, sehr geizig sei, und sie habe ja gar kein eigenes geld, und dann waren sie im restaurant und sie wollte tintenfisch essen, tintenfisch war allerdings a la carte und nicht teil des menus, und dann hat er ihr das verboten, und jetzt wollte sie am freitag mit uns an die costa brava fahren. ausserdem seien viel zu viele auslaender in spanien. usw.
haben wir auch alle ueberlebt, sie sind abgereist, wir fahren mit dem heilen auto morgen alleine an die costa brava, und in unserem haus herrscht heilige ruhe, bis auf die kuhglocken und jankende hunde ueberall.
und dann sind wir gestern auf die burg geklettert, was mit so viel sonne auf dem kopf und einem kleinkind schon recht anstrengend ist. sehr, sehr viele treppen, alles recht steil und endlos. und dann kommt man oben an und schaemt sich ein bisschen, dass man erstmal die wasserflasche rausholen muss, waehrend die reisegruppe 70+ sich angeregt unterhaelt. der fotoapparat war zu dem zeitpunkt uebrigens leergeknipst, wir konnten den grossen koerperlichen erfolg also nicht einmal festhalten.
wie die vielen alten leute in einer stadt, die ausschliesslich aus steilen treppen besteht, leben koennen, ist mir eh unerklaerlich. an der gesunden ernaehrung kann es nicht liegen. gestern waren wir naemlich auf familienbesuch bei senora carmen (79), die zum essen geladen hatte. wir durften uns im vorfeld etwas wuenschen, und ich hatte tortilla ausgesucht. das sei ja eine vorspeise, ein fleisch muesse noch besprochen werden. sie schlug kaninchen vor (conejo, in meinem kopf kurz verwechselt mit cojones, hoden, aber das konnte man aufklaeren), und es gab exakt das: eine tortilla als vorspeise, die ona fast komplett alleine gegessen hat, und ein kaninchen als fleisch. nichts dazu. nur ein kaninchen. als sosse erhitztes olivenoel, vermutlich war das das gemuese. als nachtisch gebaeck und eine banane. ein kurzer moment der spannung, da der mann ja immer auswaerts fragt, ob das biofleisch sei, aber er verwarf den gedanken.
ansonsten grosse kakerlake gesehen, traurig ueber babyhund und heute hace frio. aber wir gucken uns eh andere bergdoerfer an, bevor wir um 3 uhr bei amparo mit dem vielen parfum (wieder eine, hilfe) zum geburtstag eingeladen sind und dann um 5 uhr mit amparo ohne viel parfum ein bier trinken. da faellt mir noch ein, dass der mann gestern den ursprung allen raumduftes gefunden hat: ein duftstecker in der steckdose. das konnte ja keiner ahnen. liegt jetzt mit den potpourri-schaelchen auf dem balkon.
bis gestern waren naemlich in dem apartamiento unter uns noch mann und frau, mitte 40 vielleicht, eher einfach gestrickt. interessanterweise hatten wir wohl das glueck, von all den lauten spaniern die allerlautesten gefunden zu haben. bis nachts um 1 diskutierten sie sehr laut, wobei man aber eigentlich nur sie hoerte. nun war meine vermutung folgende: beide sind verheiratet, allerdings mit anderen leuten. und um mal so richtig in ruhe sie wissen schon, kamen sie hierher, um mitten in der einoede usw. dann streit. vermutlich lag ich fast richtig, zumindest erzaehlte sie mir gestern vom balkon, aehnlich wie evita peron, dass der mann, nicht ihr gatte, nicht einmal ihr novio, ihr amigo halt, sehr geizig sei, und sie habe ja gar kein eigenes geld, und dann waren sie im restaurant und sie wollte tintenfisch essen, tintenfisch war allerdings a la carte und nicht teil des menus, und dann hat er ihr das verboten, und jetzt wollte sie am freitag mit uns an die costa brava fahren. ausserdem seien viel zu viele auslaender in spanien. usw.
haben wir auch alle ueberlebt, sie sind abgereist, wir fahren mit dem heilen auto morgen alleine an die costa brava, und in unserem haus herrscht heilige ruhe, bis auf die kuhglocken und jankende hunde ueberall.
und dann sind wir gestern auf die burg geklettert, was mit so viel sonne auf dem kopf und einem kleinkind schon recht anstrengend ist. sehr, sehr viele treppen, alles recht steil und endlos. und dann kommt man oben an und schaemt sich ein bisschen, dass man erstmal die wasserflasche rausholen muss, waehrend die reisegruppe 70+ sich angeregt unterhaelt. der fotoapparat war zu dem zeitpunkt uebrigens leergeknipst, wir konnten den grossen koerperlichen erfolg also nicht einmal festhalten.
wie die vielen alten leute in einer stadt, die ausschliesslich aus steilen treppen besteht, leben koennen, ist mir eh unerklaerlich. an der gesunden ernaehrung kann es nicht liegen. gestern waren wir naemlich auf familienbesuch bei senora carmen (79), die zum essen geladen hatte. wir durften uns im vorfeld etwas wuenschen, und ich hatte tortilla ausgesucht. das sei ja eine vorspeise, ein fleisch muesse noch besprochen werden. sie schlug kaninchen vor (conejo, in meinem kopf kurz verwechselt mit cojones, hoden, aber das konnte man aufklaeren), und es gab exakt das: eine tortilla als vorspeise, die ona fast komplett alleine gegessen hat, und ein kaninchen als fleisch. nichts dazu. nur ein kaninchen. als sosse erhitztes olivenoel, vermutlich war das das gemuese. als nachtisch gebaeck und eine banane. ein kurzer moment der spannung, da der mann ja immer auswaerts fragt, ob das biofleisch sei, aber er verwarf den gedanken.
ansonsten grosse kakerlake gesehen, traurig ueber babyhund und heute hace frio. aber wir gucken uns eh andere bergdoerfer an, bevor wir um 3 uhr bei amparo mit dem vielen parfum (wieder eine, hilfe) zum geburtstag eingeladen sind und dann um 5 uhr mit amparo ohne viel parfum ein bier trinken. da faellt mir noch ein, dass der mann gestern den ursprung allen raumduftes gefunden hat: ein duftstecker in der steckdose. das konnte ja keiner ahnen. liegt jetzt mit den potpourri-schaelchen auf dem balkon.
... link (2 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 12. September 2012
Herzbruchens im Urlaub Teil 3
herzbruch, 12:20h
heute also der tag, an dem es gut ist, dass wir die unterlagen fuer eine blitzscheidung zuhause gelassen haben. und das kam so:
gestern mittag brachen wir mit unserem superkombi auf, um ein kloster in einer hoehle zu besuchen. das war sehr nett, doch danach war noch tag ueber, also fuhren wir nach xiva de morella, ein kleines bergdorf mit 30 einwohnern, 2 davon bekannte vom mann. die waren allerdings verreist, also genossen wir ein wenig die geraeuschkulisse eines schlachthofs. als ich davon genug hatte, setzten wir uns wieder ins auto und fuhren in die serpentinen. es gibt in xiva genau eine strasse, die sich 8 km durch die berge nach morella schlaengelt, das ist wichtige information. wir fuhren also los, und nach 100 m liefen 2 alte leute stadtauswaerts. ich hatte die herrschaften schon vor einem haus sitzen sehen, klarer fall von verdauungsspaziergang, also. dass die beiden jetzt 8 km nach morella laufen wollen, hatte ich ausgeschlossen.
der mann aber war sich unsicher und hatte helfersyndrom. nach 500 m bremste er, sagte, er koenne doch die alten menschen jetzt nicht so einen weiten weg laufen lassen (er hatte das mehrmals selbst gemacht, und auch mit 30 war das grenzwertig), ob er denn drehen solle, und ich sagte sehr entschlossen nein, da ich a) mir sicher war, dass die nicht nach morella muessen, und b) ich auf gar keinen fall wollte, dass der mann jetzt irgendeine wendeaktion in den serpentinen startet. und dann eine szene, die unsere ehe sehr gut zusammenfasst: ich sage nein, auf gar keinen fall drehen, der mann bremst, faehrt rechts in die pampa, dreht, setzt das auto auf einem stein auf, es macht ein fieses geraeusch am unterboden, und seitdem verliert es wasserartige fluessigkeit. ich muss nicht erwaehnen, dass die alten herrschaften schon wieder fertigverdaut vor ihrem haus sassen und auf den schlachthof guckten, als wir mit dem tropfenden auto wieder ins dorf rollten. auch ueberfluessig zu betonen, dass die maennliche feststellung, dass das nicht ganz so cool war und die einsicht, dass er besser auf mich gehoert haette, nicht zur besaenftigung beigetragen hat.
wenn das auto gestanden hat, tropft es uebrigens nicht. ist das wohl die klimaanlage und gar nicht bremsfluessigkeit? gehoert das vielleicht so? oder isst der mann jetzt wie 98 nur noch brot und tuetensuppe, weil die 1800 euro selbstbeteiligung von seinem essensbudget abgehen...
gestern mittag brachen wir mit unserem superkombi auf, um ein kloster in einer hoehle zu besuchen. das war sehr nett, doch danach war noch tag ueber, also fuhren wir nach xiva de morella, ein kleines bergdorf mit 30 einwohnern, 2 davon bekannte vom mann. die waren allerdings verreist, also genossen wir ein wenig die geraeuschkulisse eines schlachthofs. als ich davon genug hatte, setzten wir uns wieder ins auto und fuhren in die serpentinen. es gibt in xiva genau eine strasse, die sich 8 km durch die berge nach morella schlaengelt, das ist wichtige information. wir fuhren also los, und nach 100 m liefen 2 alte leute stadtauswaerts. ich hatte die herrschaften schon vor einem haus sitzen sehen, klarer fall von verdauungsspaziergang, also. dass die beiden jetzt 8 km nach morella laufen wollen, hatte ich ausgeschlossen.
der mann aber war sich unsicher und hatte helfersyndrom. nach 500 m bremste er, sagte, er koenne doch die alten menschen jetzt nicht so einen weiten weg laufen lassen (er hatte das mehrmals selbst gemacht, und auch mit 30 war das grenzwertig), ob er denn drehen solle, und ich sagte sehr entschlossen nein, da ich a) mir sicher war, dass die nicht nach morella muessen, und b) ich auf gar keinen fall wollte, dass der mann jetzt irgendeine wendeaktion in den serpentinen startet. und dann eine szene, die unsere ehe sehr gut zusammenfasst: ich sage nein, auf gar keinen fall drehen, der mann bremst, faehrt rechts in die pampa, dreht, setzt das auto auf einem stein auf, es macht ein fieses geraeusch am unterboden, und seitdem verliert es wasserartige fluessigkeit. ich muss nicht erwaehnen, dass die alten herrschaften schon wieder fertigverdaut vor ihrem haus sassen und auf den schlachthof guckten, als wir mit dem tropfenden auto wieder ins dorf rollten. auch ueberfluessig zu betonen, dass die maennliche feststellung, dass das nicht ganz so cool war und die einsicht, dass er besser auf mich gehoert haette, nicht zur besaenftigung beigetragen hat.
wenn das auto gestanden hat, tropft es uebrigens nicht. ist das wohl die klimaanlage und gar nicht bremsfluessigkeit? gehoert das vielleicht so? oder isst der mann jetzt wie 98 nur noch brot und tuetensuppe, weil die 1800 euro selbstbeteiligung von seinem essensbudget abgehen...
... link (5 Kommentare) ... comment
Dienstag, 11. September 2012
Herzbruchens im Urlaub Teil 2
herzbruch, 12:57h
eine sache, die ich schon seit dem studium wusste: geh mir wech mit artifiziellem raumduft. unser apartemiento ist muy bonito, hat aber leider diese potpourri-geschichte. nix gegen duft, aber in der kueche kann ich mich quasi nicht aufhalten, ohne hysterisch zu suchen. eine schale parfumierter zapfen ich schon gefunden und eliminiert, heute abend folgt hoffentlich der rest. beim einchecken hat die vermieterin mich uebrigens konspirativ zur seite genommen und mir den raum mit den putzutensilien gezeigt. vorher hatte sie den mann nach draussen zum spielen geschickt. leider wusste ich nicht so schnell, wie man den satz "bei uns putzt ja der mann" sagt.
reisen mit kind ist eher geht so. in einem bergdorf, in dem es sowieso nichts zu tun gibt, eine aktivitaet finden, die erwachsene und kind gleichermassen interessiert, ist eine herausforderung. immerhin haben wir endlich mal so richtig zeit, uns zu unterhalten, wenn das kind um 7 uhr im bett liegt. urlaubsthema numero uno sind bislang die kindlichen gewaltattacken bei muedigkeit und zuckerzufuhr. fuer heute also suessigkeitenverbot, und nach der rueckkehr besuch beim psychologen. haben wir das also auch mal besprochen. morgen besprechen wir wohnimmobilien.
interessant auch, dass alle einheimischen auf der strasse stehenbleiben und erklaeren, das kind sei huebsch. muss man sich mal in duesseldorf auf der koe vorstellen. aber andere laender, andere sitten. man koennte sich ja auch nicht vorstellen, dass herr sauer auf dem podium steht, die arme hochreisst und "merkel" skandiert. in anderen teilen der welt ja auch normal.
ich bin ja 98 mal monatelang mit meiner lieben freundin sabby mit dem rucksack durch spanien gehungert. anders kann man es nicht sagen. jedenfalls haben mich damals einige dinge an diesem land gestoert, und ich muss leider politisch inkorrekt sagen, dass es mich schon wieder stoert. stoerfaktoren:
- der valencianer reagiert schnell eingeschnappt, wenn der deutsche nur unidiomatisches spanisch spricht und deshalb gar nicht auf valenciano den weg erklaeren kann oder so. fragt doch wen anderen. oder lernt englisch. oder spanisch. oder kartenlesen. (interessant auch: man kann im prinzip einfach eine grosse menge substantive einer sprache lernen, dann versteht man mehr, als man denkt. ich hoere immer nur substantive, hin und wieder kann ich eine verbform einem infinitiv zuordnen, und im grossen und ganzen reicht das, um den inhalt eines gespraechs zu verstehen.
- das angebot an fleischlosem essen ist mau, das angebot an essen mit literweise oel ist allgegenwaertig (dazu s.u.)
- spanier sind zu laut. ich denke permanent, dass die leute streit haben. schlimm.
die von ihnen, die uns kennen, werden sich uebrigens wundern, wenn wir wieder da sind. wir werden naemlich stark abgemagert sein. irgendwie scheint es uns nicht zu gelingen, vernuenftige nahrung zu uns zu nehmen. so habe ich zb seit samstagmorgen folgendes gegessen: 100g reis mit gemuese, 3 croissants, 2 mal 1/2 bocadillo mit kaese und 1 miniteigtasche mit spinat. und thunfisch, der war nicht angekuendigt, aber thunfisch ist hier grundsaetzlich ueberall drin. das wars. und zudem steigen wir um die 1000 treppenstufen pro tag, ist ja aufm berg hier. meine hose ist schon ganz schlabberig. wenn das so weiter geht, habe ich am freitag, wenn wir an die costa brava fahren, eine fast-bikinifigur.
jetzt ritterburg.
nachtrag: herzbrechender stoerfaktor, den ich zu verdraengen versuche: die huendin, die auf einem stein vor unserem hof mit ihrem babyhund angekettet ist. babyhund lechzt nach aufmerksamkeit, huendin im umgang mit baby verhaltensgestoert. selbst der mann, ein erklaerter hundehasser, ueberlegte eben, ob es fuer oma und opa nicht auf allen ebenen gut sei, wenn wir einen babyhund mitbraechten... (keine panik, machen wir nicht!)
alles jedenfalls sehr traurig und vermiest mir morgens den start in den tag..
reisen mit kind ist eher geht so. in einem bergdorf, in dem es sowieso nichts zu tun gibt, eine aktivitaet finden, die erwachsene und kind gleichermassen interessiert, ist eine herausforderung. immerhin haben wir endlich mal so richtig zeit, uns zu unterhalten, wenn das kind um 7 uhr im bett liegt. urlaubsthema numero uno sind bislang die kindlichen gewaltattacken bei muedigkeit und zuckerzufuhr. fuer heute also suessigkeitenverbot, und nach der rueckkehr besuch beim psychologen. haben wir das also auch mal besprochen. morgen besprechen wir wohnimmobilien.
interessant auch, dass alle einheimischen auf der strasse stehenbleiben und erklaeren, das kind sei huebsch. muss man sich mal in duesseldorf auf der koe vorstellen. aber andere laender, andere sitten. man koennte sich ja auch nicht vorstellen, dass herr sauer auf dem podium steht, die arme hochreisst und "merkel" skandiert. in anderen teilen der welt ja auch normal.
ich bin ja 98 mal monatelang mit meiner lieben freundin sabby mit dem rucksack durch spanien gehungert. anders kann man es nicht sagen. jedenfalls haben mich damals einige dinge an diesem land gestoert, und ich muss leider politisch inkorrekt sagen, dass es mich schon wieder stoert. stoerfaktoren:
- der valencianer reagiert schnell eingeschnappt, wenn der deutsche nur unidiomatisches spanisch spricht und deshalb gar nicht auf valenciano den weg erklaeren kann oder so. fragt doch wen anderen. oder lernt englisch. oder spanisch. oder kartenlesen. (interessant auch: man kann im prinzip einfach eine grosse menge substantive einer sprache lernen, dann versteht man mehr, als man denkt. ich hoere immer nur substantive, hin und wieder kann ich eine verbform einem infinitiv zuordnen, und im grossen und ganzen reicht das, um den inhalt eines gespraechs zu verstehen.
- das angebot an fleischlosem essen ist mau, das angebot an essen mit literweise oel ist allgegenwaertig (dazu s.u.)
- spanier sind zu laut. ich denke permanent, dass die leute streit haben. schlimm.
die von ihnen, die uns kennen, werden sich uebrigens wundern, wenn wir wieder da sind. wir werden naemlich stark abgemagert sein. irgendwie scheint es uns nicht zu gelingen, vernuenftige nahrung zu uns zu nehmen. so habe ich zb seit samstagmorgen folgendes gegessen: 100g reis mit gemuese, 3 croissants, 2 mal 1/2 bocadillo mit kaese und 1 miniteigtasche mit spinat. und thunfisch, der war nicht angekuendigt, aber thunfisch ist hier grundsaetzlich ueberall drin. das wars. und zudem steigen wir um die 1000 treppenstufen pro tag, ist ja aufm berg hier. meine hose ist schon ganz schlabberig. wenn das so weiter geht, habe ich am freitag, wenn wir an die costa brava fahren, eine fast-bikinifigur.
jetzt ritterburg.
nachtrag: herzbrechender stoerfaktor, den ich zu verdraengen versuche: die huendin, die auf einem stein vor unserem hof mit ihrem babyhund angekettet ist. babyhund lechzt nach aufmerksamkeit, huendin im umgang mit baby verhaltensgestoert. selbst der mann, ein erklaerter hundehasser, ueberlegte eben, ob es fuer oma und opa nicht auf allen ebenen gut sei, wenn wir einen babyhund mitbraechten... (keine panik, machen wir nicht!)
alles jedenfalls sehr traurig und vermiest mir morgens den start in den tag..
... link (8 Kommentare) ... comment
Herzbruchens im Urlaub Teil 1
herzbruch, 12:23h
urlaubsziel numero uno: morella. irgendwo in den bergen, ohne irgendetwas zu tun. aber ist mir ja recht so. tu ich halt nix.
reise war im besten sinne interessant. der mann hatte ja insgesamt genau 2 aufgaben bezueglich des 15taegigen urlaubs: grossen koffer suchen und inspizieren, und gucken, wie man in duesseldorf ein anschlussticket an das regionale kauft, damit man bis koeln fahren kann. aufgabe 1: koffer zwar gefunden, dann aber leider fuer funktional erklaert. im zug dann die mitteilung, die rolle sei ja abgebrochen. stimmt. fiel mir dann auch wieder ein. letztes jahre in boston am buergersteig geschrottet. ich wollte ihn dann wegschmeissen, der mann wollte ihn behalten, man braucht den ja vielleicht nochmal. jetzt muss er halt schleppen. anschlussticket wollte er dann morgens um 6 am bahnhof klaeren, 5 min vor abfahrt. wir sind dann mal schwarzgefahren, macht reise wenigstens interessant.
und meine neue leidenschaft fuer familienreisen sind ja popelflughaefen. sonst fliege ich ja immer fremdbezahlt, und da hat man eher die route duesseldorf-barcelona. aber koeln-girona hat den grossen vorteil, dass kein einziger fussweg laenger als 3 minuten ist (ich weiss nicht, wo es war, vielleicht new york, wo ich in 10 minuten boarden musste und vor dem schild stand, das mir mitteilte, der fussweg zu gate 30-35 ab hier sei noch 30 minuten...), und menschenmengen, in denen man das kind verlieren koennte, gibt es auch einfach nicht. insgesamt war mein eindruck, dass morgens um 8 in koeln nur seniorengruppen nach las palmas fliegen. war mir ja sehr recht. ich kann mich auch gar nicht erinnern, dass wir uns irgendwo ernstzunehmend haetten ausweisen muessen...
fliegen findet das kind sehr unspektakulaer. es gab auch nur ein kleines stimmungstief, als wir ihn nicht schlafen lassen wollten, weil wir angst hatten, dass er sonst 1,5 liter apfelschorle in den sitz pieselt. auf dem rueckflug gibt es also eine unterlage. unser auto haette ein corsa sein sollen, ist aber ein skoda oktavia geworden, was uns sehr recht ist. so konnten wir direkt auch noch zwei aeltere damen, die ihre kreditkarte vergessen hatten und daher kein auto leihen durften, mitnehmen und an ihren bestimmungsort bringen. jeden tag eine gute tat, das gibt gutes urlaubskarma, dann hat man sogar in einem bergdorf-cafe wifi als belohnung.
notable momente des ersten reisetags: das radio im leihauto anschalten, und voreingestellt ist der sender "ona fm" (foto folgt und nomen est omen, musikgeschmack aehnlich schlecht wie ona kind), und die folgende autobahndiskussion:
mann: "kumma ona, da links ist das meer."
ona: "wo ist das meer?"
herzbruch: "da links hinten, hinter dem atomkraftwerk."
am freitag fahren wir dann ans richtige meer, das ohne atom.
(info fuer sabby: hat sich seit 98 nix geaendert. ueberall haengen schweinehaelften auf der strasse, der cortado ist grossartig, englisch ist gar keine option und die spanier sprechen einfach lauter, wenn man sie nicht versteht, alles, wirklich alles ist terracottafarben und mit der ankunft des mannes in dem bergdorf ist die anzahl der nichtrauchenden erwachsenen auf 1 gestiegen...)
reise war im besten sinne interessant. der mann hatte ja insgesamt genau 2 aufgaben bezueglich des 15taegigen urlaubs: grossen koffer suchen und inspizieren, und gucken, wie man in duesseldorf ein anschlussticket an das regionale kauft, damit man bis koeln fahren kann. aufgabe 1: koffer zwar gefunden, dann aber leider fuer funktional erklaert. im zug dann die mitteilung, die rolle sei ja abgebrochen. stimmt. fiel mir dann auch wieder ein. letztes jahre in boston am buergersteig geschrottet. ich wollte ihn dann wegschmeissen, der mann wollte ihn behalten, man braucht den ja vielleicht nochmal. jetzt muss er halt schleppen. anschlussticket wollte er dann morgens um 6 am bahnhof klaeren, 5 min vor abfahrt. wir sind dann mal schwarzgefahren, macht reise wenigstens interessant.
und meine neue leidenschaft fuer familienreisen sind ja popelflughaefen. sonst fliege ich ja immer fremdbezahlt, und da hat man eher die route duesseldorf-barcelona. aber koeln-girona hat den grossen vorteil, dass kein einziger fussweg laenger als 3 minuten ist (ich weiss nicht, wo es war, vielleicht new york, wo ich in 10 minuten boarden musste und vor dem schild stand, das mir mitteilte, der fussweg zu gate 30-35 ab hier sei noch 30 minuten...), und menschenmengen, in denen man das kind verlieren koennte, gibt es auch einfach nicht. insgesamt war mein eindruck, dass morgens um 8 in koeln nur seniorengruppen nach las palmas fliegen. war mir ja sehr recht. ich kann mich auch gar nicht erinnern, dass wir uns irgendwo ernstzunehmend haetten ausweisen muessen...
fliegen findet das kind sehr unspektakulaer. es gab auch nur ein kleines stimmungstief, als wir ihn nicht schlafen lassen wollten, weil wir angst hatten, dass er sonst 1,5 liter apfelschorle in den sitz pieselt. auf dem rueckflug gibt es also eine unterlage. unser auto haette ein corsa sein sollen, ist aber ein skoda oktavia geworden, was uns sehr recht ist. so konnten wir direkt auch noch zwei aeltere damen, die ihre kreditkarte vergessen hatten und daher kein auto leihen durften, mitnehmen und an ihren bestimmungsort bringen. jeden tag eine gute tat, das gibt gutes urlaubskarma, dann hat man sogar in einem bergdorf-cafe wifi als belohnung.
notable momente des ersten reisetags: das radio im leihauto anschalten, und voreingestellt ist der sender "ona fm" (foto folgt und nomen est omen, musikgeschmack aehnlich schlecht wie ona kind), und die folgende autobahndiskussion:
mann: "kumma ona, da links ist das meer."
ona: "wo ist das meer?"
herzbruch: "da links hinten, hinter dem atomkraftwerk."
am freitag fahren wir dann ans richtige meer, das ohne atom.
(info fuer sabby: hat sich seit 98 nix geaendert. ueberall haengen schweinehaelften auf der strasse, der cortado ist grossartig, englisch ist gar keine option und die spanier sprechen einfach lauter, wenn man sie nicht versteht, alles, wirklich alles ist terracottafarben und mit der ankunft des mannes in dem bergdorf ist die anzahl der nichtrauchenden erwachsenen auf 1 gestiegen...)
... link (2 Kommentare) ... comment
... older stories