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Freitag, 21. September 2012
Ein paar Fotos
herzbruch, 19:32h
unter der knute der langsamsten internetverbindung der welt. in den kommentaren!
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Herzbruchens im Urlaub Teil Z
herzbruch, 19:19h
ich brauche bald urlaub vom badeurlaub. schlimm. ich will SOFORT wieder prostitution, abgase und dealer um mich rum haben. immer nur meerblick und badestrand allein macht auch nicht gluecklich.
neinnein, keine angst, bis montag gehts noch. doch das kind schwaechelt. ihm fehlen andere kinder, so einfach ist das. in dem haus neben uns, etwas tiefergelegt und mit pool, ist gerade die britische besitzerfamilie mit drei kleinkindern angekommen, und ona steht jede freie sekunde am gitter der terrasse und guckt ihnen beim spielen zu. meine vermutung ist, dass die leute beruehmt oder wichtig sind, jedenfalls habe ich nicht den eindruck, dass ona da erwuenscht ist. im supermarkt hat er (bis wir rausgeflogen sind) einen kleinen jungen gefunden, der mit ihm fangen spielte. seit 24 stunden nun also der satz: "der junge mit dem pulli war mein freund. wann fahren wir wieder zu arthur?" arthur ist ausser "lass das" sowieso das am meisten geaeusserte wort. wir kamen nunmehr zu dem entschluss, dass a) die erziehungsansaetze, die beschwoeren, dass kinder nur erwachsene brauchen, alle mist sind, zumindest unser kind braucht kinder, und b) dass wir beim naechsten zweiwoechigen urlaub nur noch mit anderem kind fahren. der durch das terrassengitter gesteckte, traurige kopf hat mein herz gebrochen. (und die antwort auf den satz "zieh mal deine ringelhose an jetzt", naemlich: "warte, ich zeige eben den anderen kindern meine ringelhose, vielleicht moegen die mich dann", gefolgt von: "nee, auch in ringelhose moegen die mich nicht." seufz.)
wir sind jedenfalls bestens erholt. und ich muss feststellen, dass wir mit sehr viel glueck und durch zufall vielleicht den schoensten platz an der costa brava gefunden haben. da dies ja unser erster badeurlaub ist, wird die latte in zukunft hoch haengen. keinerlei touristen, ein privater strand in einer grossartigen bucht und wunderschoene haeuser um einen rum. das ist schon super. naechstes jahr kommen wir wieder. (und nein, ich sage ihnen nicht, wo es ist. sonst kommen sie ja auch alle, und hier gibt es kein gutes internet, da waeren sie ja eh ungluecklich!)
ach ja, und dann waren wir ja noch in barcelona. ich hatte ja schon angekuendigt, dass das mit kind die hoelle wuerde, und genauso war es. der mann war erstaunt, wo barcelona doch architektonisch so interessant sei (und das ist ja genau das, was ein dreijaehriger von einer stadt erwartet!)
wir versuchten uns zu helfen, indem wir irgendwann fuer 50 euro erschoepft in einem hop on hop off-bus zusammenbrachen, was dem kind zwar den mittagsschlaf ermoeglichte, aber... ich sag mal so: wenn sie sich demnaechst in so einem bus denken, dass da aber viel fanta auf dem boden ist... nicht den rucksack reinstellen. vielleicht ist es mittagsschlaf-pipi. (den sitz haben wir mit sagrotan desinfiziert, nicht, dass sie denken, wir waeren ferkel.)
und die mettmaenner reisen morgen ab. abendessen war nicht ganz so schlimm, wie wir erwartet haetten, doch auf eventuelle fragen, was wir morgen machen, antworten wir jetzt immer "indoorspielplatz". das erscheint mir sicher...
neinnein, keine angst, bis montag gehts noch. doch das kind schwaechelt. ihm fehlen andere kinder, so einfach ist das. in dem haus neben uns, etwas tiefergelegt und mit pool, ist gerade die britische besitzerfamilie mit drei kleinkindern angekommen, und ona steht jede freie sekunde am gitter der terrasse und guckt ihnen beim spielen zu. meine vermutung ist, dass die leute beruehmt oder wichtig sind, jedenfalls habe ich nicht den eindruck, dass ona da erwuenscht ist. im supermarkt hat er (bis wir rausgeflogen sind) einen kleinen jungen gefunden, der mit ihm fangen spielte. seit 24 stunden nun also der satz: "der junge mit dem pulli war mein freund. wann fahren wir wieder zu arthur?" arthur ist ausser "lass das" sowieso das am meisten geaeusserte wort. wir kamen nunmehr zu dem entschluss, dass a) die erziehungsansaetze, die beschwoeren, dass kinder nur erwachsene brauchen, alle mist sind, zumindest unser kind braucht kinder, und b) dass wir beim naechsten zweiwoechigen urlaub nur noch mit anderem kind fahren. der durch das terrassengitter gesteckte, traurige kopf hat mein herz gebrochen. (und die antwort auf den satz "zieh mal deine ringelhose an jetzt", naemlich: "warte, ich zeige eben den anderen kindern meine ringelhose, vielleicht moegen die mich dann", gefolgt von: "nee, auch in ringelhose moegen die mich nicht." seufz.)
wir sind jedenfalls bestens erholt. und ich muss feststellen, dass wir mit sehr viel glueck und durch zufall vielleicht den schoensten platz an der costa brava gefunden haben. da dies ja unser erster badeurlaub ist, wird die latte in zukunft hoch haengen. keinerlei touristen, ein privater strand in einer grossartigen bucht und wunderschoene haeuser um einen rum. das ist schon super. naechstes jahr kommen wir wieder. (und nein, ich sage ihnen nicht, wo es ist. sonst kommen sie ja auch alle, und hier gibt es kein gutes internet, da waeren sie ja eh ungluecklich!)
ach ja, und dann waren wir ja noch in barcelona. ich hatte ja schon angekuendigt, dass das mit kind die hoelle wuerde, und genauso war es. der mann war erstaunt, wo barcelona doch architektonisch so interessant sei (und das ist ja genau das, was ein dreijaehriger von einer stadt erwartet!)
wir versuchten uns zu helfen, indem wir irgendwann fuer 50 euro erschoepft in einem hop on hop off-bus zusammenbrachen, was dem kind zwar den mittagsschlaf ermoeglichte, aber... ich sag mal so: wenn sie sich demnaechst in so einem bus denken, dass da aber viel fanta auf dem boden ist... nicht den rucksack reinstellen. vielleicht ist es mittagsschlaf-pipi. (den sitz haben wir mit sagrotan desinfiziert, nicht, dass sie denken, wir waeren ferkel.)
und die mettmaenner reisen morgen ab. abendessen war nicht ganz so schlimm, wie wir erwartet haetten, doch auf eventuelle fragen, was wir morgen machen, antworten wir jetzt immer "indoorspielplatz". das erscheint mir sicher...
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Dienstag, 18. September 2012
Herzbruchens im Urlaub Teil XY
herzbruch, 19:34h
wir haben anschluss gefunden. bzw der anschluss hat uns gefunden. seufz. man kann ja nach 10 oder so tagen mit mann und kind und 90jaehrigen dorfbewohnern durchaus sehnsucht nach alternativen gespraechen haben, aber das ist jetzt gestillt. dennoch sitze ich in einem cafe in tossa, waehrend mann und kind bummelbahn fahren, und zaehle runter, bis wir uns um 6 nebenan mit den nachbarn treffen. mettmaenner, natuerlich. und das kam so:
unser haus ist in den hang gebaut, und wir wohnen oben. unter uns ist noch ein unten. samstag arrivierten mettmaenner, unten, kein sichtkontakt. sonntag konnte ich durch ihr balkonverhalten schon sehr viel ableiten: morgens aufstehen, fruehstuecken, lange, dann reingehen, fenster und tueren zu, also sex, dann rauchen, dann in den supermarkt fahren, dann kochen, dann an den strand. (ich sag ja immer: raucher wissen mehr.) abends dann - unerwartet - trennungsgespraech. peinlich beruehrt rauchte ich vollgas, konnte auch nur leise fetzen hoeren, kam aber zu dem entschluss, dass a) er vermutlich dicke hose - duennes studienbuch ist, und b) sie so etwas wie krankenschwester mit hang zur hobbypsychologie. montag kaum hoerkontakt, abends beim rauchen wieder trennungsgespraech, danach er alleine auf dem balkon, wieder rauchen (ich oben im schlafzimmer lesend, konnte das aber sehr genau nachvollziehen). heute morgen dann fruehstueck auf dem balkon, stimmung etwas besser, herzbruchens dann bei 21 grad mutterseelenallein schwimmen gegangen (vielleicht nicht gut fuer die deutschen seniorengelenke), dann wiedergekommen, dann kind aufsaessig, schuhe in den garten geschmissen. dann mann wutanfall, dann nachbarin klingeln mit schuhen. zum kaffee eingeladen, zwei stunden sitzengeblieben, dann kam er, auch zwei stunden sitzengeblieben, dann verzweifelt versucht, aufbruch vorzutaeuschen, wollten ja doch noch einmal essen gehen (9 von 10 tagen kaesebrot gegessen, organisationsschwierigkeiten mit kind), ach so ein zufall, wir auch, ja, tatsaechlich, so ein zufall, hmpf. gleich also essen. morgen fahren wir nach barcelona, und - ach so ein zufall, sie verstehen. unser grosser vorteil: er mag keine kinder, propagiert elektroschocker fuer quengelnde kleinkinder im auto, da sehen wir unsere chance. vermutlich wird gleich die idee aufkommen, wir koennten ja gemeinsam nach barcelona fahren, doch dann, so haben wir es abgesprochen, werden wir erzaehlen, dass wir ja die ganze zeit "flupp der kleine flipper" im auto hoeren und uns deshalb nicht unterhalten koennen (leider sogar wahr), und dann sollte sich das erledigt haben.
sie ist ja sogar recht nett. ein anderer schlag, aber nett. er hat interessanterweise dazu gefuehrt, dass ich seit verlassen des hauses meinen mann so oft gekuesst habe wie im gesamten letzten jahr. einfach deshalb, weil ich so froh bin, mit ihm verheiratet zu sein und nicht mit irgendeinem doofen. ist ja auch schoen.
unser haus ist in den hang gebaut, und wir wohnen oben. unter uns ist noch ein unten. samstag arrivierten mettmaenner, unten, kein sichtkontakt. sonntag konnte ich durch ihr balkonverhalten schon sehr viel ableiten: morgens aufstehen, fruehstuecken, lange, dann reingehen, fenster und tueren zu, also sex, dann rauchen, dann in den supermarkt fahren, dann kochen, dann an den strand. (ich sag ja immer: raucher wissen mehr.) abends dann - unerwartet - trennungsgespraech. peinlich beruehrt rauchte ich vollgas, konnte auch nur leise fetzen hoeren, kam aber zu dem entschluss, dass a) er vermutlich dicke hose - duennes studienbuch ist, und b) sie so etwas wie krankenschwester mit hang zur hobbypsychologie. montag kaum hoerkontakt, abends beim rauchen wieder trennungsgespraech, danach er alleine auf dem balkon, wieder rauchen (ich oben im schlafzimmer lesend, konnte das aber sehr genau nachvollziehen). heute morgen dann fruehstueck auf dem balkon, stimmung etwas besser, herzbruchens dann bei 21 grad mutterseelenallein schwimmen gegangen (vielleicht nicht gut fuer die deutschen seniorengelenke), dann wiedergekommen, dann kind aufsaessig, schuhe in den garten geschmissen. dann mann wutanfall, dann nachbarin klingeln mit schuhen. zum kaffee eingeladen, zwei stunden sitzengeblieben, dann kam er, auch zwei stunden sitzengeblieben, dann verzweifelt versucht, aufbruch vorzutaeuschen, wollten ja doch noch einmal essen gehen (9 von 10 tagen kaesebrot gegessen, organisationsschwierigkeiten mit kind), ach so ein zufall, wir auch, ja, tatsaechlich, so ein zufall, hmpf. gleich also essen. morgen fahren wir nach barcelona, und - ach so ein zufall, sie verstehen. unser grosser vorteil: er mag keine kinder, propagiert elektroschocker fuer quengelnde kleinkinder im auto, da sehen wir unsere chance. vermutlich wird gleich die idee aufkommen, wir koennten ja gemeinsam nach barcelona fahren, doch dann, so haben wir es abgesprochen, werden wir erzaehlen, dass wir ja die ganze zeit "flupp der kleine flipper" im auto hoeren und uns deshalb nicht unterhalten koennen (leider sogar wahr), und dann sollte sich das erledigt haben.
sie ist ja sogar recht nett. ein anderer schlag, aber nett. er hat interessanterweise dazu gefuehrt, dass ich seit verlassen des hauses meinen mann so oft gekuesst habe wie im gesamten letzten jahr. einfach deshalb, weil ich so froh bin, mit ihm verheiratet zu sein und nicht mit irgendeinem doofen. ist ja auch schoen.
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Montag, 17. September 2012
Herzbruchens im Urlaub Teil - ach egal
herzbruch, 20:55h
schlechte internetsituation, daher gute buchlese-ausbeute. keyes wird auf seite 700 endlich ein bisschen interessant.
ansonsten sind wir in einem villenviertel 3 km entfernt vom tourismus. das ist insofern interessant, da das a) kein tourist kennt und b) alle villenbesitzer aus mettmann kommen. wir fahren ja spanischen leihwagen und sind somit undercover, doch man wundert sich.
ulla, eine villenbesitzerin, die wir am privatstrand trafen, erlaeuterte, dass jetzt die deutschen senioren kommen, nachdem deren kinder in den ferien mit wiederum deren kindern in den villen waren. und genauso kann man es beschreiben. deutsche senioren. ueberall. finde ich allerdings sehr entspannend, da die ja immer ganz verliebt das schwimmende kind angucken.
was mir den badespass ein bisschen vermiest ist der feinkies. ich bin ja eine freundin des gepflegten fusses, und heute ist es endlich soweit: ich kann keinen meter mehr auf feinkies laufen. in sandalen ist es noch schlimmer als barfuss, aber im grossen und ganzen habe ich das gefuehl, dass ich auf rohem fleisch laufe. tue ich aber nicht. gut, dass ich zwei (?) bimssteine eingepackt habe. waehrend die deutschen senioren im feinkies naturbimsen, bleibe ich einfach auf dem balkon ueberm meer, lese schlechte literatur und bimse in der wanne.
und interessanterweise habe ich scheinbar nach einer woche den punkt erreicht, an dem ich alle leute verstehe. woran es liegt, ist schwer zu sagen. vielleicht daran, dass alle aus mettmann kommen.
unser domzil ist uebrigens eher geht so. es riecht genau so, wie man es sich vorstellen wuerde, wenn ein haus 1970 mit moebeln von omma aus mettmann ausgestattet wurde und dann 40 jahre lang 7 monate im jahr nicht gelueftet wird. ich haette nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber ich wuensche mir den raumduft zurueck. und ameisen. ueberall ameisen. und noch immer kein gemuese. und mann sonnenbrand, ich sehe nach einem tag am strand aus wie whoopi goldberg, kind geht ohne weiteres immer als spanier durch.
meerblick ist was feines, und wir diskutieren sogar die immobiliensituation. leider gar nicht die in duesseldorf und bezahlbarer umgebung, sondern die frage, ob wir nicht ein haus an der costa brava kaufen sollten. ich war aber dagegen. bezahlbares haus gut und schoen, aber 1600 km vom arbeitsplatz entfernt ist noch alberner als die jetzigen 300. und wir sind ja noch keine senioren. sollte die phase eintreten, reden wir weiter.
ansonsten sind wir in einem villenviertel 3 km entfernt vom tourismus. das ist insofern interessant, da das a) kein tourist kennt und b) alle villenbesitzer aus mettmann kommen. wir fahren ja spanischen leihwagen und sind somit undercover, doch man wundert sich.
ulla, eine villenbesitzerin, die wir am privatstrand trafen, erlaeuterte, dass jetzt die deutschen senioren kommen, nachdem deren kinder in den ferien mit wiederum deren kindern in den villen waren. und genauso kann man es beschreiben. deutsche senioren. ueberall. finde ich allerdings sehr entspannend, da die ja immer ganz verliebt das schwimmende kind angucken.
was mir den badespass ein bisschen vermiest ist der feinkies. ich bin ja eine freundin des gepflegten fusses, und heute ist es endlich soweit: ich kann keinen meter mehr auf feinkies laufen. in sandalen ist es noch schlimmer als barfuss, aber im grossen und ganzen habe ich das gefuehl, dass ich auf rohem fleisch laufe. tue ich aber nicht. gut, dass ich zwei (?) bimssteine eingepackt habe. waehrend die deutschen senioren im feinkies naturbimsen, bleibe ich einfach auf dem balkon ueberm meer, lese schlechte literatur und bimse in der wanne.
und interessanterweise habe ich scheinbar nach einer woche den punkt erreicht, an dem ich alle leute verstehe. woran es liegt, ist schwer zu sagen. vielleicht daran, dass alle aus mettmann kommen.
unser domzil ist uebrigens eher geht so. es riecht genau so, wie man es sich vorstellen wuerde, wenn ein haus 1970 mit moebeln von omma aus mettmann ausgestattet wurde und dann 40 jahre lang 7 monate im jahr nicht gelueftet wird. ich haette nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber ich wuensche mir den raumduft zurueck. und ameisen. ueberall ameisen. und noch immer kein gemuese. und mann sonnenbrand, ich sehe nach einem tag am strand aus wie whoopi goldberg, kind geht ohne weiteres immer als spanier durch.
meerblick ist was feines, und wir diskutieren sogar die immobiliensituation. leider gar nicht die in duesseldorf und bezahlbarer umgebung, sondern die frage, ob wir nicht ein haus an der costa brava kaufen sollten. ich war aber dagegen. bezahlbares haus gut und schoen, aber 1600 km vom arbeitsplatz entfernt ist noch alberner als die jetzigen 300. und wir sind ja noch keine senioren. sollte die phase eintreten, reden wir weiter.
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