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Mittwoch, 13. Februar 2013
Semesterende
herzbruch, 23:12h
gott sei dank. und wintersemester 12/13 hatte ich am und auf dem weg zum und vom arbeitsplatz folgende gedanken am aller, wirklich allerhaeufigsten: "was riecht hier so schlecht?" und "sie wollen mich doch verarschen, oder?"
aber ist ja jetzt vorbei. 6 wochen zum habilitieren, besser als nix, und dann schon wieder examen. und dann sommersemester. aber das ist ja immer eine woche weniger, das halte ich durch, und dann sommerferien. ich klinge wie ein lehrer.
aber ist ja jetzt vorbei. 6 wochen zum habilitieren, besser als nix, und dann schon wieder examen. und dann sommersemester. aber das ist ja immer eine woche weniger, das halte ich durch, und dann sommerferien. ich klinge wie ein lehrer.
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Montag, 11. Februar 2013
Liebe Bahn,
herzbruch, 21:16h
da ich mich selbst und alle anderen ja langweile damit, nur noch ein paar kurze worte: 4 stunden von düsseldorf nach hier, das dauert sonst 2 1/2 weniger. und dass dieses mal der zug bei ANkoppeln kaputtging, das fehlte mir ja noch. letzte woche fuehrte ja der defekt durch ABkoppeln zu einer stunde in koeln. aber das ja alles nur am rande. wenn sie wollen, koennen sie mal zu uns nach hause kommen und sich die holzeisenbahn vom ona ansehen. der koppelt den ganzen tag, und das funktioniert ausgesprochen gut. vielleicht gucken sie sich das system ab. ihres funktioniert ja nicht so gut.
und in dem neuen kleid scheine ich schwanger auszusehen. frau n. und herr j. fanden nicht, aber der chef hatte sich eben scheinbar seelisch darauf vorbereitet, dass ich dringend mit ihm reden muss, weil ich ein kind im bauch habe, nicht schoko. genaugenommen sagte ich dann aber das: "ich habe mit xy 1 stunde telefoniert und das ergebnis war z." aber ich finds schoen, und das ist ja die hauptsache.
und in dem neuen kleid scheine ich schwanger auszusehen. frau n. und herr j. fanden nicht, aber der chef hatte sich eben scheinbar seelisch darauf vorbereitet, dass ich dringend mit ihm reden muss, weil ich ein kind im bauch habe, nicht schoko. genaugenommen sagte ich dann aber das: "ich habe mit xy 1 stunde telefoniert und das ergebnis war z." aber ich finds schoen, und das ist ja die hauptsache.
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Mittwoch, 6. Februar 2013
Major Rant
herzbruch, 22:44h
der aufschrei hat mich gehemmt. so muss ich es wohl formulieren, denn einerseits interessiert und beschaeftigt mich das thema, doch eher so in meinem kopf, oder vielleicht in der 1:1-diskussion mit meinem mann. oder anderen. talkshows will ich dazu nicht sehen. und lesen eigentlich auch nix mehr. schreiben schon gar nicht. nicht, dass ich keine meinung haette, doch in unserem haushalt sind alle ueber 3 in vollzeit berufstaetig, und zwar in anspruchsvoll positionen, die es uns verbieten, die naechsten 2 monate die kommentare zu verwalten und beantworten. nicht, dass ich so eine rege beteiligung erwartete, doch vielleicht haette ich ja auch die ein oder andere kontroverse position, und da man ja, wie man in talkshows sieht, in dem medium angemessener kuerze eh nie das sagen kann, was mal gesagt werden muss, sag ich halt nix.
doch so geht es ja auch nicht, ich kann ja nicht den blog einstellen, da ich mich unter druck fuehle, weil ja jetzt ueberall was emanzipiertes geschrieben wird.
ich handele stattdessen still emanzipiert, und waehrend ich diese zeilen schreibe, auf dem sofa unter der decke, raeumt der mann im rahmen seiner moeglichkeiten die kueche auf, und wenn er fertig ist, schicke ich ihn in den kalten keller. waesche machen.
ich rege mich viel lieber ueber einen ganz anderen schauplatz auf: arbeit. da habe ich in den letzten tagen mindestens 2 themen angesammelt, die ich gerne so richtig mit schmackes mal besprechen wuerde, aber einerseits kann ich nunmal keine beruflichen interna ausplaudern, und andererseits werde ich dann ueber gebuehr emotional. und das will ja auch keiner. daher fasse ich mich kurz, wie es meine art ist.
1) als ich im jahre 2000 vor der entscheidung stand, ob ich direktpromotion oder m.a. anstreben soll, habe ich mich nach langem ringen fuer den m.a. entschieden. ich wusste da schon, dass ich in der wissenschaft bleiben wollte (schade, haette ich mal besser arzt werden wollen), und ich hatte das gefuehl, dass ich lieber nicht als allerersten langen text eine der wirklich wichtigen qualifikationsarbeiten schreiben wollte. und ich hatte recht. ich war eine wirklich gute studentin (ausser in literaturwissenschaft), habe mit 1,0 examen gemacht, habe alle relevanten scheine im studium mit 1,0 gemacht, aber eine wissenschaftlich tragfaehige diss haette ich am ende des studiums nicht schreiben koennen. und sollte ich frau schavan endlich nachfolgen, waere das ein weiterer punkt auf der liste. betreuer kann in promotionsverfahren nicht gutachter sein (echt mal, deutschland, wo kommen wir denn da hin), und direktpromotion nur ab 60. oder so.
und dann noch die studierenden. ich habe ja dieses semester eigentlich nichts zu klagen, denn es scheint so, als haette ich mir in den 3 jahren am jetzigen ort den ruf der lustigen mit dem harten kern erarbeitet. im prinzip waren alle lieb, ich musste nie schimpfen, ich habe im laufenden ws auch noch kein einziges mal den satz sagen muessen: "ich habe hier keinen erziehungsauftrag". jetzt ist es ja so. fast 12 jahre im job, und ich habe die faehigkeit erworben, schon nach spaetestens der 6. sitzung all jener veranstaltungen, die mit einer klausur abgeschlossen werden, vorherzusagen, wer durchfaellt. da dieser text gegendert ist, (und waehrend ich das schreibe, tausche ich "studenten" gegen "studierende" aus, ich hab das nicht im blut, ich komme aus dem auslaendischen system) sage ich auch nichts dazu, dass es eine sehr klare verteilung der durchfaller gibt. aber das auch nur am rande.
jeden falls habe ich am montag um 14 uhr eine klausur gestellt. und zwar die erste eines zweisemestrigen kurses, deren bestehen bedingung fuer die teilnahme am zweiten kurs ist. man sollte also motiviert sein, zu bestehen. herr seidel (name natuerlich geaendert), von dem ich ja im november schon wusste, dass er durchfaellt, kam nicht, was mir nicht auffiel, waren ja genug andere da. spaeter sollte er mir dann eine mail schreiben, dass er leider nicht kommen konnte. und dann noch eine, er habe ja den anhang vergessen. dieser beinhaltete ein privatrezept, darauf in grossbuchstaben "anwesenheitsbescheinigung" und die information, herr seidel sei in der zeit von 10 bis 12 uhr in der sprechstunde anwesend gewesen. wie genau das jetzt im zusammenhang steht mit der um 14 uhr stattfindenden klausur, weiss ich nicht (bzw weiss ich doch, nicht gelernt, naemlich, und dann leider nicht krankgeschrieben worden). er ist jetzt durchgefallen und traut sich nicht mehr, zu reagieren. auch gut. wann jetzt hier die pointe kommt? gar nicht. ich finde das ja auch nicht lustig, und ich wuesste nicht, warum sie das lustig finden sollten.
und dann hab ich mich auch neulich noch irgendwo im internet geaergert, als irgendein studienabbrecherIn ueber sitzscheine lamentierte. ich moechte gerne als vom land befugte person klarstellen: das konzept "sitzschein" gibt es an universitaeten nicht. sie sollten denken. und zwar unabhaengig davon, ob sie das jetzt gerade "so richtig superspannend" finden oder nicht. sie wollen hinterher mal arbeiten gehen? und einen job, wo auch immer alles so richtig superspannend ist? good luck with that. fuer die allermeisten jobs ist es von vorteil, wenn sie sich auch mal ein bisschen zusammenreissen koennen, egal wie spannend sie sind. ich weiss, wovon ich rede, meiner ist spannend, aber telefonate mit aemtern bzgl. des status von anwesenheitsbescheinigungen langweilen mich auch zu tode. es ist im uebrigen auch nicht ihre aufgabe, zu beurteilen, was sie alles ueberhaupt zur berufsausuebung brauchen und nicht brauchen. das machen wir fuer sie, indem wir das in ihre studienordnungen schreiben, und dann vielleicht auch noch die menschen, die die studiengaenge akkreditieren. und wir haben da ja ein bisschen erfahrung, glauben sie uns. und nur deshalb, weil am semesterende keine leistungsueberpruefung stattfindet, heisst das natuerlich nicht, dass das kollegium der lehrenden/pruefenden sich nicht gefreut haette, wenn sie ein bisschen was gelernt haetten. und wenn die menschen, die seit 20 oder 30 jahren dinge, an denen ihr herzblut haengt, menschen vermitteln wollen, die in erster linie zum stricken oder frauen aufreissen in die uni kommen, dann darf man auch nicht klagen, wenn die im hoeheren alter auf didaktische faehigkeiten scheissen und ihre skripte vorlesen. ich bin da noch nicht. aber ich verstehe gut, wie man dahinkommt.
so. und jetzt bin ich fertig und stricke. zuhause. und sie koennen sich jetzt ueber mich aufregen.
doch so geht es ja auch nicht, ich kann ja nicht den blog einstellen, da ich mich unter druck fuehle, weil ja jetzt ueberall was emanzipiertes geschrieben wird.
ich handele stattdessen still emanzipiert, und waehrend ich diese zeilen schreibe, auf dem sofa unter der decke, raeumt der mann im rahmen seiner moeglichkeiten die kueche auf, und wenn er fertig ist, schicke ich ihn in den kalten keller. waesche machen.
ich rege mich viel lieber ueber einen ganz anderen schauplatz auf: arbeit. da habe ich in den letzten tagen mindestens 2 themen angesammelt, die ich gerne so richtig mit schmackes mal besprechen wuerde, aber einerseits kann ich nunmal keine beruflichen interna ausplaudern, und andererseits werde ich dann ueber gebuehr emotional. und das will ja auch keiner. daher fasse ich mich kurz, wie es meine art ist.
1) als ich im jahre 2000 vor der entscheidung stand, ob ich direktpromotion oder m.a. anstreben soll, habe ich mich nach langem ringen fuer den m.a. entschieden. ich wusste da schon, dass ich in der wissenschaft bleiben wollte (schade, haette ich mal besser arzt werden wollen), und ich hatte das gefuehl, dass ich lieber nicht als allerersten langen text eine der wirklich wichtigen qualifikationsarbeiten schreiben wollte. und ich hatte recht. ich war eine wirklich gute studentin (ausser in literaturwissenschaft), habe mit 1,0 examen gemacht, habe alle relevanten scheine im studium mit 1,0 gemacht, aber eine wissenschaftlich tragfaehige diss haette ich am ende des studiums nicht schreiben koennen. und sollte ich frau schavan endlich nachfolgen, waere das ein weiterer punkt auf der liste. betreuer kann in promotionsverfahren nicht gutachter sein (echt mal, deutschland, wo kommen wir denn da hin), und direktpromotion nur ab 60. oder so.
und dann noch die studierenden. ich habe ja dieses semester eigentlich nichts zu klagen, denn es scheint so, als haette ich mir in den 3 jahren am jetzigen ort den ruf der lustigen mit dem harten kern erarbeitet. im prinzip waren alle lieb, ich musste nie schimpfen, ich habe im laufenden ws auch noch kein einziges mal den satz sagen muessen: "ich habe hier keinen erziehungsauftrag". jetzt ist es ja so. fast 12 jahre im job, und ich habe die faehigkeit erworben, schon nach spaetestens der 6. sitzung all jener veranstaltungen, die mit einer klausur abgeschlossen werden, vorherzusagen, wer durchfaellt. da dieser text gegendert ist, (und waehrend ich das schreibe, tausche ich "studenten" gegen "studierende" aus, ich hab das nicht im blut, ich komme aus dem auslaendischen system) sage ich auch nichts dazu, dass es eine sehr klare verteilung der durchfaller gibt. aber das auch nur am rande.
jeden falls habe ich am montag um 14 uhr eine klausur gestellt. und zwar die erste eines zweisemestrigen kurses, deren bestehen bedingung fuer die teilnahme am zweiten kurs ist. man sollte also motiviert sein, zu bestehen. herr seidel (name natuerlich geaendert), von dem ich ja im november schon wusste, dass er durchfaellt, kam nicht, was mir nicht auffiel, waren ja genug andere da. spaeter sollte er mir dann eine mail schreiben, dass er leider nicht kommen konnte. und dann noch eine, er habe ja den anhang vergessen. dieser beinhaltete ein privatrezept, darauf in grossbuchstaben "anwesenheitsbescheinigung" und die information, herr seidel sei in der zeit von 10 bis 12 uhr in der sprechstunde anwesend gewesen. wie genau das jetzt im zusammenhang steht mit der um 14 uhr stattfindenden klausur, weiss ich nicht (bzw weiss ich doch, nicht gelernt, naemlich, und dann leider nicht krankgeschrieben worden). er ist jetzt durchgefallen und traut sich nicht mehr, zu reagieren. auch gut. wann jetzt hier die pointe kommt? gar nicht. ich finde das ja auch nicht lustig, und ich wuesste nicht, warum sie das lustig finden sollten.
und dann hab ich mich auch neulich noch irgendwo im internet geaergert, als irgendein studienabbrecherIn ueber sitzscheine lamentierte. ich moechte gerne als vom land befugte person klarstellen: das konzept "sitzschein" gibt es an universitaeten nicht. sie sollten denken. und zwar unabhaengig davon, ob sie das jetzt gerade "so richtig superspannend" finden oder nicht. sie wollen hinterher mal arbeiten gehen? und einen job, wo auch immer alles so richtig superspannend ist? good luck with that. fuer die allermeisten jobs ist es von vorteil, wenn sie sich auch mal ein bisschen zusammenreissen koennen, egal wie spannend sie sind. ich weiss, wovon ich rede, meiner ist spannend, aber telefonate mit aemtern bzgl. des status von anwesenheitsbescheinigungen langweilen mich auch zu tode. es ist im uebrigen auch nicht ihre aufgabe, zu beurteilen, was sie alles ueberhaupt zur berufsausuebung brauchen und nicht brauchen. das machen wir fuer sie, indem wir das in ihre studienordnungen schreiben, und dann vielleicht auch noch die menschen, die die studiengaenge akkreditieren. und wir haben da ja ein bisschen erfahrung, glauben sie uns. und nur deshalb, weil am semesterende keine leistungsueberpruefung stattfindet, heisst das natuerlich nicht, dass das kollegium der lehrenden/pruefenden sich nicht gefreut haette, wenn sie ein bisschen was gelernt haetten. und wenn die menschen, die seit 20 oder 30 jahren dinge, an denen ihr herzblut haengt, menschen vermitteln wollen, die in erster linie zum stricken oder frauen aufreissen in die uni kommen, dann darf man auch nicht klagen, wenn die im hoeheren alter auf didaktische faehigkeiten scheissen und ihre skripte vorlesen. ich bin da noch nicht. aber ich verstehe gut, wie man dahinkommt.
so. und jetzt bin ich fertig und stricke. zuhause. und sie koennen sich jetzt ueber mich aufregen.
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