Samstag, 11. Mai 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 5
dass an dem tag unserer ersten radtour abends einer die hand blutig und den arsch blau hat, das war ja absehbar. dass ich das sein würde, hatte ich allerdings nicht erwartet. (vorm supermarkt im regen schwungvoll um die ecke und mit einer folie unterm schuh abgegangen wie ein zäpfchen, aber das nur am rande.)

ona hat seit heute morgen den eindruck, sein komplettes leben sei innerhalb einer nacht viel, viel besser geworden als vorher. erstens kann er ja jetzt richtig radfahren, also fuhr die komplette entenfamilie heute quer durch den düsseldorfer norden zum familienfachhändler unseres vertrauens. eigentlich benötigten wir einen sattel und einen korb für mich und 5 katzenaugen für die männer, doch wer alleine fahren kann, der kann auch alleine einkaufen, und natürlich brauchten wir noch die zum rad passende fahne für hinten, einen minifahrradkorb und rennfahrerhandschuhe. fast hätte man dem mann noch ein rad mit 67er rahmen verkauft, aber ich konnte noch einschreiten. vielleicht macht er ja jetzt mal seinen teil der steuererklärung, dann sehen wir weiter.

dann markt. 1 kilo spinat für 1,50 (machten gerade zu), 1 kilo walbecker spargel für 10 euro. sogesehen gut, dass das kind 2013 spinat lecker und spargel doof findet, 2012 war es genau andersrum. dann elektronikmarkt, wo er sich einen grünen kopfhörer aussuchen durfte. aufgrund eines akuten betreuungsproblems muss das kind nämlich morgen mit mir und den Ns zu meinem arbeitsort reisen, um mich dort 2 tage ins büro und den hörsaal zu begleiten. rückfahrt für dienstagabend mit dem zug geplant. abenteuerlich, aber mit moderner technik hoffentlich möglich. wenn wir jetzt das kabel für den ipod fänden, vielleicht sogar realistisch.

(insgeheim plane ich ja folgenden streich: 14.16h läuft ona alleine in den hörsaal und stellt sich vorne hin und sagt: "hi, i'm your new professor." das wäre bestimmt ein großer spaß. morgen im auto mal mit frau n. üben, die ist für das kind eine wichtige instanz.)

und der mann war heute leider keine instanz. ich will ja nicht immer sagen, dass früher alles besser war, aber früher haben 10jährige noch auf 2 meter lange männer mit tiefen stimmen gehört. unsere radtour wurde nämlich von einer kleinen eispause unterbrochen, und als wir so vor dem kioskladen standen, kamen drei coole zehnjährige mit mountainbikes, das mädchen spuckte direkt vor der eingangstür ein kaugummi auf die erde neben den mülleimer, ging rein, ich schickte den mann hinterher, und der holte sich ein "mach doch selber" ab. seitdem hat ona die theorie, dass doofmänner hässliche fahrräder haben und nichtdoofmänner schöne. das ist der vorteil, wenn man klein ist. die welt ist noch so einfach.

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Freitag, 10. Mai 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 4
das wohl teuerste zubehör des neuen kinderfahrrads war die neue gazelle der frau mama. erstaunlicherweise hatte ich nämlich irgendwie gar kein fahrrad mehr, und es erwies sich sehr schnell als unmöglich, neben einem sehr sportlichen, angstfreien kind auf einem 18 zoll rad herzulaufen. der mann hat zwar gleich zwei olle hollandräder mit platten in der garage, beide aber mit mittelstange (erstmal kein problem, bin ja noch jung) und rahmenhöhen jenseits der 60. fahren wäre vermutlich noch nicht einmal ein problem, aber zum anhalten könnte ich mich dabei maximal noch auf hoffentlich weichem untergrund zur seite fallen lassen, und das wäre mir auf dauer zu aufregend.

nun gut, jetzt sind also 2 von 3 motorisiert, und ich hatte schon wieder so einen erwachstumsschub, als ich mir kurz vorstellte, das könnte ja jetzt mein letztes fahrrad sein. es ist komfortabel und hochwertig, und bei meiner spaßfahrerei zum kindergarten und zurück spricht nun wirklich nix dagegen, dass das noch 40 jahre so weitergeht. zudem stelle ich ja exakt nie mehr mein rad vor einer disko ab. oder nachts am bahnhof. ich bin ja jetzt in der lebensphase, wo man entweder gleich gar nicht weggeht, oder wenn doch, das eine mal im jahr kann man ja wohl auch taxi fahren.

schade nur, dass der mann das gute stück auf dem weg zum kofferraum (7 meter) direkt in teile zerlegte. naja, er hat ja eigenes geld, mit dem kauft er mir jetzt einfach eine neue lampe, nachdem ihm die alte "irgendwie so abgebrochen" war. daher muss ich mich ja auch nicht ärgern. interessant finde ich übrigens, dass der mann in unserem haushalt deutlich mehr kaputtmacht als das kind. denken sie da mal bitte drüber nach.

und dann haben ona und ich noch eine fahrradtour gemacht. selten in seinem leben war das kind so furchtbar aufgeregt. und zum glück wohnen wir hier ja in der bourgeoisie (buchstabiert ohne nachzugucken, mut zur lücke), also fanden die senioren es auch nicht befremdlich, dass er die ganze zeit winkte wie prinzessin beatrix und dinge rief wie: "ja, guck mal gut hin, wie gut ich hier schon auf der straße fahren kann. kannst du das auch schon?"

nach zwei runden durch die siedlung war ona im 7. himmel, während mir wieder einfiel, warum genau ich seit der geburt nicht mehr auf einem fahrrad gesessen habe. morgen jedenfalls werde ich im fachhandel einen rocksattel kaufen. es sei denn, die ganzen radfahrenden leser haben noch eine idee, was man mit breitem hintern und äußerst sensiblem sie wissen schon auf so ein muttirad knallen kann.

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Donnerstag, 9. Mai 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 3
für zwangshandlungen war es heute zu schön draußen, nicht aber zum fahrradfahren. glücklicherweise sind kinder auf dem weg zum schrat ja nicht aus zucker, daher konnte ona schon ab 8 uhr morgens im regen kurve üben. und da wir ja neulich eine schratgerechtere wohnimmobilie bezogen haben, mussten die eltern nur hin und wieder zum fotografieren teil davon sein, da man hier zu allen seiten alleine draußen spielen kann. aber bitte folgen sie mir in die kommentare.

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Nein!
Search request: zwei matrazen unromantisch

nein. gut für den rücken.

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