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Mittwoch, 5. Juni 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 25
herzbruch, 18:38h
ona nimmt seine zwei fillypferdchen (ja, schlimm, aber was will man machen) mit in den kindergarten. als ich ihn abhole, lacht ein sechsjähriger mit migrationshintergrund ihn ein bisschen aus, er sei doch kein mädchen. mein kind daraufhin, und ich zitiere ihn nicht ohne stolz: "boah ey, du weißt wohl gar nicht, wie die welt funktioniert. es gibt keine mädchensachen und jungensachen. jeder hat die sachen, die er schön findet."
emanzipation im kleinkindalter: check.
emanzipation im kleinkindalter: check.
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Montag, 3. Juni 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 24
herzbruch, 00:51h
ich bin ja nie, wirklich nie einer meinung mit manuela schwesig. ich finde nämlich, dass sie einerseits nicht gut denken kann und andererseits das ganze hohle politikerblabla abspult, welches man sonst nur aus loriots bundestagsrede kennt, dann aber ohne lustig.
jedenfalls hat sie gerade einen satz gesagt, den ihr bestimmt einer ihrer gagschreiber oder floskelbesorger zur verfügung gestellt hat (ich stelle mir ihr berufsleben ungefähr so vor: während helmut schmidt morgen erstmal alle zeitungen las, bekommt frau schwesig eine mappe ins büro gebracht, auf der "gute sätze für den heutigen tag" steht, die eigens dafür engagierte mitarbeiter terminkalender-passgenau zusammengestellt haben). jedenfalls sagte sie gerade folgende abgedroschene floskel: "befristete verträge wirken besser als die pille." mal abgesehen, dass ich grundsätzlich würgereitz bekomme, wenn ich frau schwesig zuhöre, ist da ja eine traurige wahrheit dran. um mal aus dem nähkästchen zu plaudern, ist der einzige, wirklich einzige grund (abgesehen von ein bisschen pech auch), dass ona ein einzelkind ist, die seit 3 jahren immerwährende argumentation, dass es jetzt gerade schlecht sei, denn wenn ich im semester nicht lehren könnte wegen geburt, würde mein vertrag nicht verlängert. scheiß system, wussten wir ja vorher schon. aber in dem fall (und vielen anderen auf meinem gang) hat es uns auch ganz schon steuerzahler gekostet.
jedenfalls hat sie gerade einen satz gesagt, den ihr bestimmt einer ihrer gagschreiber oder floskelbesorger zur verfügung gestellt hat (ich stelle mir ihr berufsleben ungefähr so vor: während helmut schmidt morgen erstmal alle zeitungen las, bekommt frau schwesig eine mappe ins büro gebracht, auf der "gute sätze für den heutigen tag" steht, die eigens dafür engagierte mitarbeiter terminkalender-passgenau zusammengestellt haben). jedenfalls sagte sie gerade folgende abgedroschene floskel: "befristete verträge wirken besser als die pille." mal abgesehen, dass ich grundsätzlich würgereitz bekomme, wenn ich frau schwesig zuhöre, ist da ja eine traurige wahrheit dran. um mal aus dem nähkästchen zu plaudern, ist der einzige, wirklich einzige grund (abgesehen von ein bisschen pech auch), dass ona ein einzelkind ist, die seit 3 jahren immerwährende argumentation, dass es jetzt gerade schlecht sei, denn wenn ich im semester nicht lehren könnte wegen geburt, würde mein vertrag nicht verlängert. scheiß system, wussten wir ja vorher schon. aber in dem fall (und vielen anderen auf meinem gang) hat es uns auch ganz schon steuerzahler gekostet.
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Sonntag, 2. Juni 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 23
herzbruch, 00:48h
ich will sie ja nicht langweilen, bei ihnen ist es ja auch schlechtes wetter. aber der gedanke, dass dieser winter ein äußerst schlechter moment war, um in ein beschissen isoliertes, freistehendes haus mit ölheizung zu ziehen, verfestigt sich immer mehr. der neulich noch gegen bares gold befüllte tank im heizungsraum ist nach dem 3. aus (wegen "jetzt wird es ja warm") und wieder an (wegen "hey, das kind kriegt eine lungenentzündung" bzw. "hey, ist die aufgefallen, dass die XY säugling Z den ganzen tag nicht aus dem fußsack geholt hat? komisch") jetzt echt bald leer, und die wetterprognose sagt ja vorher, dass es ab mittwoch mit 21 grad losgeht und dann täglich wärmer. was dann nächste woche mittwoch ist, weiß ich noch nicht. entweder ist dann sommer, oder wir wohnen ab dann zb bei ihnen.
teuerer als heizöl sind ja heutzutage nur noch erdbeeren. seit ein paar wochen fahren wir ja jeden samstag auf den markt, zum metzger und in den getränkemarkt. ich hatte ja die hoffnung, dass ich dann nie mehr in einen supermarkt müsste. verstehen sie mich nicht falsch, ich komme jetzt ganz bestimmt nicht mit diesen modernen supermarktkapitalistenschweine-allesschlecht-argumenten. ich bin ja ein großer freund des gut sortierten supermarktes, und ich kann auch ohne weiteres mit freude vierlagiges klopapier beim aldi kaufen. mir gingen nur in letzter zeit die leute so auf den sack. und da kam die neue einkaufskombi sehr willkommen. wir verlassen sogar extra die stadt und fahren nach ratingen, wo auf dem marktplatz die welt noch in ordnung ist. wirklich viel mehr, so dachte ich mir, zahlen wir jetzt auch nicht als vorher. gut, der käse kostet schon mal 2000 euro für 10 gramm, aber wir lernen ja dazu (mich bestellen lassen, nicht den mann), und beim gemüse scheint es tatsächlich zu funktionieren, dass wir einfach weniger kaufen. also nicht grundsätzlich, aber ich kaufe jetzt eben nicht ein kilo möhren, sondern wenn benötigt auch mal 2. dann muss ich nix wegwerfen (und jetzt tun sie nicht so, als hätten sie noch nie was wegwerfen müssen), und dann ist das sowieso für das gefühl viel besser. das einzige, was mir an den letzten samstagen preislich auffiel, war, dass obst ja doch deutlich teurer sei als im supermarkt. sehe man sich nur mal die preise für erdbeeren an. heute kosteten selbige 4,80 das pfund, und damit gleich viel wie der grüne spargel, von dem ich schon 4 pfund hatte (auch da ist die devise "jede woche der saison billiger" ja nicht erkennbar). da bin ich nun also erstmals ausgestiegen. letztes wochenende habe ich noch heimlich zwei schalen in den korb geschmuggelt, aber irgendwo ist die grenze erreicht.
nun ist es ja so, dass wochenmärkte leider kein waschmittel führen, und klopapier auch nicht, also ging mein plan, nie mehr einen supermarkt zu betreten, leider nicht auf. und siehe da! auch hier kosten die erdbeeren 4 euro. lag also nicht am markt, liegt am wetter. das wird uns noch ruinieren. (sollte es hier länger ruhig bleiben, haben wir vermutlich den router verheizt).
teuerer als heizöl sind ja heutzutage nur noch erdbeeren. seit ein paar wochen fahren wir ja jeden samstag auf den markt, zum metzger und in den getränkemarkt. ich hatte ja die hoffnung, dass ich dann nie mehr in einen supermarkt müsste. verstehen sie mich nicht falsch, ich komme jetzt ganz bestimmt nicht mit diesen modernen supermarktkapitalistenschweine-allesschlecht-argumenten. ich bin ja ein großer freund des gut sortierten supermarktes, und ich kann auch ohne weiteres mit freude vierlagiges klopapier beim aldi kaufen. mir gingen nur in letzter zeit die leute so auf den sack. und da kam die neue einkaufskombi sehr willkommen. wir verlassen sogar extra die stadt und fahren nach ratingen, wo auf dem marktplatz die welt noch in ordnung ist. wirklich viel mehr, so dachte ich mir, zahlen wir jetzt auch nicht als vorher. gut, der käse kostet schon mal 2000 euro für 10 gramm, aber wir lernen ja dazu (mich bestellen lassen, nicht den mann), und beim gemüse scheint es tatsächlich zu funktionieren, dass wir einfach weniger kaufen. also nicht grundsätzlich, aber ich kaufe jetzt eben nicht ein kilo möhren, sondern wenn benötigt auch mal 2. dann muss ich nix wegwerfen (und jetzt tun sie nicht so, als hätten sie noch nie was wegwerfen müssen), und dann ist das sowieso für das gefühl viel besser. das einzige, was mir an den letzten samstagen preislich auffiel, war, dass obst ja doch deutlich teurer sei als im supermarkt. sehe man sich nur mal die preise für erdbeeren an. heute kosteten selbige 4,80 das pfund, und damit gleich viel wie der grüne spargel, von dem ich schon 4 pfund hatte (auch da ist die devise "jede woche der saison billiger" ja nicht erkennbar). da bin ich nun also erstmals ausgestiegen. letztes wochenende habe ich noch heimlich zwei schalen in den korb geschmuggelt, aber irgendwo ist die grenze erreicht.
nun ist es ja so, dass wochenmärkte leider kein waschmittel führen, und klopapier auch nicht, also ging mein plan, nie mehr einen supermarkt zu betreten, leider nicht auf. und siehe da! auch hier kosten die erdbeeren 4 euro. lag also nicht am markt, liegt am wetter. das wird uns noch ruinieren. (sollte es hier länger ruhig bleiben, haben wir vermutlich den router verheizt).
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