Freitag, 31. Mai 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 22
ich muss mich kurz halten. wir haben heute nämlich noch nichts gemacht (außer heimgereist), und das möchten wir auch so halten. nach dem aufstehen gegen 10.30 haben sich zwar alle hs und ns fein geduscht, danach ein ründchen ibuprofen für alle, und ab dem moment saßen wir bewegungslos am tisch. mein mann hatte zumindest zwischendurch den gedanken, man müsse sich jetzt schnell ein wenig körperlich betätigen, doch dann bewegte er sich zum sofa und schlief dort ein. was will man machen. auch herr n. überlegte kurzfristig, abends noch zum sport zu gehen. als wir uns so gegen 20.30 verabschiedeten, hatte ich den eindruck, das könnte vielleicht nicht mehr stattfinden.
frau n. und ich sind in gewohnter stoischer grazie ganz unkompetitiv am tisch sitzengeblieben und haben uns gefreut, dass wir gar nicht so veranlagt sind, als hätte man an solchen tagen das gefühl "man müsse sich doch mal bewegen". wir bewegen uns eben einfach dann nicht. daher breche ich hier auch ab. tippen ist ja auch bewegung.

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Mittwoch, 29. Mai 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 21
heute blogge ich (ich denke, ich kann "wir" sagen, muss ich doch frau n. gleich noch ermahnen, auch zu bloggen) sehr früh. mittwochs, das wissen die meisten ja, ist hier in meinem zweitwohnsitz ja religion, putzfrau, mittwochskind und sport, heute war jedoch kein religion, dafür party. die herren herzbruch reisen später an, und frau n. und ich haben die letzten 4 stunden dinge zubereitet. die putzfrau war zwar da, wovon man in der küche allerdings schon deutlich weniger sieht, zudem laufen gerade zwei kinder mit einer tüte puderzucker durch die wohnung.

als mitbewohner konnte ich mir im übrigen für die anberaumte party gewisse privilegien herausnehmen. so darf ich zb im masterbad aufs klo gehen. es ist nämlich ja grundsätzlich nicht so günstig, wenn die putzfrau am morgen bevor eine ganze fußballmannschaft betrunken durch das klo geschleust wird kommt. sagte max goldt ja irgendwo schon so treffend. der schlaue mensch putzt ja immer nach der party. für die zerstörung der restlichen wohnung kann ich ganz gezielt mann und kind einsetzen, die sich ja unterschiedlich spezialisiert haben. der mann zerwirft ja sehr fachmännisch all die glas- und porzellanwaren, die nicht aus dem supermarkt sind, sondern teuer, und das kind kann mit einer einzigen tüte chips ganze zimmer umdekorieren. ich bin mir sicher: das wird ein heidenspaß

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Mittwoch, 29. Mai 2013
Nicht-Tagebuchbloggen: 20
in den letzten 3 jahren habe ich über 8000 bahn bonus punkte gesammelt. das klingt ja erstmal wie eine gute nachricht, kann man punkte ja in prämien umwandeln. (die schlechte ist wohl, dass ich folglich auch mehr als 8000 euro an fahrtkosten verballert habe. so ist das halt.) da ich ja nach diesem semester nicht mehr pendeln werde, wird es also zeit, die gewünschten prämien, in meinem falle freifahrten, einzülösen. zu diesem zwecke befand ich mich gerade auf meiner punkteübersichtsseite. dort musste ich dann feststellen, dass anscheinend nicht nur mein hirn unbemerkt auf deadlines hinarbeitet, sondern dass mein körper wohl auch unbemerkt reist. so fuhr er zb am 15.02. von emmerich nach arnheim zuid und zurück (58 euro), und kurz danach, am 24.03., traute er sich schon deutlich weiter und fuhr von düsseldorf (immerhin, wer weiß, wie er überhaupt nach emmerich gekommen ist) nach - spannung - karaganda pass. sie wissen nicht, wo das ist? wusste ich auch nicht, ich habe es aber nachgesehen. in kasachstan. dank der welt online weiß ich auch, dass eine zugfahrt von berlin nach kasachstan 99 stunden dauert. daraus ergeben sich ja jetzt mehrere fragen.

1) wie ist es möglich, dass eine zugfahrt, die offensichtlich mehr als 99 stunden dauert, nur 69 euro kostet, während meine wöchentliche zugfahrt, die deutlich kürzer dauert, 80 euro kostet?

2) wie kann mein körper sich einfach unbemerkt mehrere tage lang nach kasachstan verabschieden? was macht mein kopf denn dann? ach ja, vermutlich heimlich arbeiten.

3) weiß mein körper nicht, dass ich inzwischen zu alt und zu sehr in-der-mitte-der-gesellschaft-angekommen bin, als dass ich noch irgendwohin mit dem zug fahren würde, wo man die schlafmöglichkeit mit reinrechnen müsste. oder mit dem bus. im studium damals, 28 stunden mit dem bus nach barcelona (17 stunden mit dem zug war uns zu teuer), das war in ordnung. aber heute, da bleibe ich doch entweder zuhause. kein oder.

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