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Dienstag, 25. September 2012
Herzbruchens im Urlaub - Happy End und Hidden Track
herzbruch, 01:44h
und dann stiegen sie in ein flugzeug, flogen ein bisschen rum, stiegen aus und fuhren nach hause.
the end
.
.
.
(was sie sich versprachen, bevor sie das kind um 23 uhr unter die dusche stellten, war, dass sie aktiv daran arbeiten wuerden, die letzten 48 stunden ihres badeurlaubs 2012 zu verdraengen. denn bis dahin war es ja sehr nett. und das kam so.
am vorvorletzten tag wollte man sich noch einmal ein bisschen was angucken, immer nur baden ist fuer das kind zwar toll, laenger als 3 stunden hielt es die eltern aber nicht am strand. zu wenig input. also fuhren sie nach girona, fest davon ueberzeugt, das kind wuerde im auto schlafen, tat es aber nicht, dann katastrophe (wutanfall, etc.)
abends wieder zuhause, fast alles wieder gut, kind ins bett, bis 23 uhr gemassregelt, dann ruhe, dann 7 uhr bett nass. na prima, erstes mal im urlaub, und das in dem einzigen bett ohne wasserdichten ueberzug. egal, versucht, auf dem balkon zu trocknen, dort allerdings schlimmster sturm, alles flog weg, aufgegeben. vielleicht doch an den strand fuer zwei stunden. warm aber bewoelkt. dann streit. in dem mietvertrag stand naemlich, dass man auf GAR keinen fall die terrassenschirme mit an den strand nehmen duerfe, es gab allerdings auch einen separaten strandschirm. den wollte der mann aber aus nicht nachvollziehbaren gruenden nicht. herzbruch wollte aber den terrassenschirm nicht, mann ist der bestimmer, nimmt schirm mit, spannt ihn am strand (voellig sinnloserweise, es gab keine sonne und die herren hatten lsf 50) auf, sturm, krach, kaputt. herzbruch tobsuchtsanfall, mann fluechtet sich ins meer. herzbruch zeternd hinterher, dann ploetzlich, mitten in der welle, zieht der mann den elektronischen leihwagenschluessel aus seiner badehose. im meer. gut. herzbruch tobsuchtsanfall, mann bringt den schluessel auf die luma und kommt zurueck, allerdings mit sicherheitsabstand. ca. 10 minuten spaeter laeuft ein spanier suchend am strand auf und ab. in seiner hand haelt er einen personalausweis, den er immer wieder konsultiert. herzbruch schaltet sofort: wer seinen schluessel mit ins meer nimmt (und zwar an dem stuermigsten tag ihres aufenthaltes, mit grossen wellen), der macht auch vor dem geldbeutel nicht halt. und natuerlich. das meer ist ja unser freund und war so nett, 50 meter weiter den kostbaren schnapp wieder anzuspuelen. stellen sie sich das doch mal bitte vor. alle papiere, kreditkarte, etc. er waere noch nicht einmal am naechsten tag ins flugzeug gekommen.
gut. hatten wir also soweit etabliert, dass man nicht mit schluessel und papieren ins meer springen darf. dann fuhren wir irgendwann nach hause. da ging der mann dann auf den schreck baden, waehrend das kind in einem anfall von wahnsinn seine mutter durch einen perfiden trick auf der terrasse aussperrte und nicht mehr reinliess. der mann hoerte leider im bad nicht, wie seine frau 20 minuten hysterisch haemmerte und schrie, alle anderen menschen in spanien vermutlich doch. dann streit.
dann schlafen. letzte nacht. ona scheint einen run zu haben und macht noch einmal ins bett, sodass man quasi nasse bettwaesche abgeben muss. der mann schrubbt stundenlang eine pfanne, die wir gar nicht genutzt haben, statt mal irgendwas zu packen oder aufzuraeumen. irgendwann nimmt herzbruch sich die beiden grossen koffer und geht zum auto. schluessel (der nach dem baden ja erstaunlicherweise noch ging) tot. auto geht manuell auf, bis auf kofferraum. das ist insofern problematisch, da wir ja koffer haben, die raum brauchen, also erstmal auto starten. auto startet, motor stirbt, meldung auf spanisch: "schluessel nicht erkannt". danach keinen mucks mehr. dann abschlepper, dann mann IM abschlepper zum flughafen, neues auto holen, 300 euro fuer schluessel zahlen (traegt sowas die reiseversicherung? bitte ja) dann einladen, mit dem neuen und viel dooferen auto zu exakt dem flughafen wieder zurueck fahren, kind (ohne kindersitz, hatte mann in der werkstatt vergessen) zieht seinen run knallhart durch, schlaeft ein und pinkelt 5 km vorm flughafen auf den sitz. die naechsten 40 minuten stehen herzbruchens dann hektisch den sitz mit tuechern und sonne trocknend quer auf der zufahrt zu einem bauernhof (bester sonneneinfall) und wollen nur noch das land verlassen.
dann auto abgeben, dann begeht ona ladendiebstahl, wird jedoch nicht gefasst, wir bezahlen die 2 fernglaeser fuer sich und seinen freund arthur trotzdem, flugzeug einsteigen, fliegen, alles gut. dass dann die deutsche bahn es schaffte, dass wir 3 (!) stunden von koeln bis duesseldorf brauchten (mit einem vor uebermuedung komplett hysterischen kind unter der anzeige "zug hat 110 minuten verspaetung" zu stehen, ist das neue schwarz, und ja, es gab andere verbindungen, wenn allerdings einfach alles lahmliegt, hilft das auch nicht...)
ist ja auch alles jetzt egal. wir sind die 150 meter luftlinie vom hauptbahnhof zum haus mit dem taxi gefahren. man hat ja urlaub. da ist das drin. inzwischen ist es viertel vor 12, das kind spielt mit seinen autos und wir lassen ihn. erziehungsurlaub. wir sind fertig.
(und morgen frueh kommen die handwerker, tapezieren. und vor dem schlafzimmerprovisorium sind gleisarbeiten. jetzt gerade. aber ich sag mal so. meer war auch laut.)
the end
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(was sie sich versprachen, bevor sie das kind um 23 uhr unter die dusche stellten, war, dass sie aktiv daran arbeiten wuerden, die letzten 48 stunden ihres badeurlaubs 2012 zu verdraengen. denn bis dahin war es ja sehr nett. und das kam so.
am vorvorletzten tag wollte man sich noch einmal ein bisschen was angucken, immer nur baden ist fuer das kind zwar toll, laenger als 3 stunden hielt es die eltern aber nicht am strand. zu wenig input. also fuhren sie nach girona, fest davon ueberzeugt, das kind wuerde im auto schlafen, tat es aber nicht, dann katastrophe (wutanfall, etc.)
abends wieder zuhause, fast alles wieder gut, kind ins bett, bis 23 uhr gemassregelt, dann ruhe, dann 7 uhr bett nass. na prima, erstes mal im urlaub, und das in dem einzigen bett ohne wasserdichten ueberzug. egal, versucht, auf dem balkon zu trocknen, dort allerdings schlimmster sturm, alles flog weg, aufgegeben. vielleicht doch an den strand fuer zwei stunden. warm aber bewoelkt. dann streit. in dem mietvertrag stand naemlich, dass man auf GAR keinen fall die terrassenschirme mit an den strand nehmen duerfe, es gab allerdings auch einen separaten strandschirm. den wollte der mann aber aus nicht nachvollziehbaren gruenden nicht. herzbruch wollte aber den terrassenschirm nicht, mann ist der bestimmer, nimmt schirm mit, spannt ihn am strand (voellig sinnloserweise, es gab keine sonne und die herren hatten lsf 50) auf, sturm, krach, kaputt. herzbruch tobsuchtsanfall, mann fluechtet sich ins meer. herzbruch zeternd hinterher, dann ploetzlich, mitten in der welle, zieht der mann den elektronischen leihwagenschluessel aus seiner badehose. im meer. gut. herzbruch tobsuchtsanfall, mann bringt den schluessel auf die luma und kommt zurueck, allerdings mit sicherheitsabstand. ca. 10 minuten spaeter laeuft ein spanier suchend am strand auf und ab. in seiner hand haelt er einen personalausweis, den er immer wieder konsultiert. herzbruch schaltet sofort: wer seinen schluessel mit ins meer nimmt (und zwar an dem stuermigsten tag ihres aufenthaltes, mit grossen wellen), der macht auch vor dem geldbeutel nicht halt. und natuerlich. das meer ist ja unser freund und war so nett, 50 meter weiter den kostbaren schnapp wieder anzuspuelen. stellen sie sich das doch mal bitte vor. alle papiere, kreditkarte, etc. er waere noch nicht einmal am naechsten tag ins flugzeug gekommen.
gut. hatten wir also soweit etabliert, dass man nicht mit schluessel und papieren ins meer springen darf. dann fuhren wir irgendwann nach hause. da ging der mann dann auf den schreck baden, waehrend das kind in einem anfall von wahnsinn seine mutter durch einen perfiden trick auf der terrasse aussperrte und nicht mehr reinliess. der mann hoerte leider im bad nicht, wie seine frau 20 minuten hysterisch haemmerte und schrie, alle anderen menschen in spanien vermutlich doch. dann streit.
dann schlafen. letzte nacht. ona scheint einen run zu haben und macht noch einmal ins bett, sodass man quasi nasse bettwaesche abgeben muss. der mann schrubbt stundenlang eine pfanne, die wir gar nicht genutzt haben, statt mal irgendwas zu packen oder aufzuraeumen. irgendwann nimmt herzbruch sich die beiden grossen koffer und geht zum auto. schluessel (der nach dem baden ja erstaunlicherweise noch ging) tot. auto geht manuell auf, bis auf kofferraum. das ist insofern problematisch, da wir ja koffer haben, die raum brauchen, also erstmal auto starten. auto startet, motor stirbt, meldung auf spanisch: "schluessel nicht erkannt". danach keinen mucks mehr. dann abschlepper, dann mann IM abschlepper zum flughafen, neues auto holen, 300 euro fuer schluessel zahlen (traegt sowas die reiseversicherung? bitte ja) dann einladen, mit dem neuen und viel dooferen auto zu exakt dem flughafen wieder zurueck fahren, kind (ohne kindersitz, hatte mann in der werkstatt vergessen) zieht seinen run knallhart durch, schlaeft ein und pinkelt 5 km vorm flughafen auf den sitz. die naechsten 40 minuten stehen herzbruchens dann hektisch den sitz mit tuechern und sonne trocknend quer auf der zufahrt zu einem bauernhof (bester sonneneinfall) und wollen nur noch das land verlassen.
dann auto abgeben, dann begeht ona ladendiebstahl, wird jedoch nicht gefasst, wir bezahlen die 2 fernglaeser fuer sich und seinen freund arthur trotzdem, flugzeug einsteigen, fliegen, alles gut. dass dann die deutsche bahn es schaffte, dass wir 3 (!) stunden von koeln bis duesseldorf brauchten (mit einem vor uebermuedung komplett hysterischen kind unter der anzeige "zug hat 110 minuten verspaetung" zu stehen, ist das neue schwarz, und ja, es gab andere verbindungen, wenn allerdings einfach alles lahmliegt, hilft das auch nicht...)
ist ja auch alles jetzt egal. wir sind die 150 meter luftlinie vom hauptbahnhof zum haus mit dem taxi gefahren. man hat ja urlaub. da ist das drin. inzwischen ist es viertel vor 12, das kind spielt mit seinen autos und wir lassen ihn. erziehungsurlaub. wir sind fertig.
(und morgen frueh kommen die handwerker, tapezieren. und vor dem schlafzimmerprovisorium sind gleisarbeiten. jetzt gerade. aber ich sag mal so. meer war auch laut.)
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Freitag, 21. September 2012
Ein paar Fotos
herzbruch, 19:32h
unter der knute der langsamsten internetverbindung der welt. in den kommentaren!
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Herzbruchens im Urlaub Teil Z
herzbruch, 19:19h
ich brauche bald urlaub vom badeurlaub. schlimm. ich will SOFORT wieder prostitution, abgase und dealer um mich rum haben. immer nur meerblick und badestrand allein macht auch nicht gluecklich.
neinnein, keine angst, bis montag gehts noch. doch das kind schwaechelt. ihm fehlen andere kinder, so einfach ist das. in dem haus neben uns, etwas tiefergelegt und mit pool, ist gerade die britische besitzerfamilie mit drei kleinkindern angekommen, und ona steht jede freie sekunde am gitter der terrasse und guckt ihnen beim spielen zu. meine vermutung ist, dass die leute beruehmt oder wichtig sind, jedenfalls habe ich nicht den eindruck, dass ona da erwuenscht ist. im supermarkt hat er (bis wir rausgeflogen sind) einen kleinen jungen gefunden, der mit ihm fangen spielte. seit 24 stunden nun also der satz: "der junge mit dem pulli war mein freund. wann fahren wir wieder zu arthur?" arthur ist ausser "lass das" sowieso das am meisten geaeusserte wort. wir kamen nunmehr zu dem entschluss, dass a) die erziehungsansaetze, die beschwoeren, dass kinder nur erwachsene brauchen, alle mist sind, zumindest unser kind braucht kinder, und b) dass wir beim naechsten zweiwoechigen urlaub nur noch mit anderem kind fahren. der durch das terrassengitter gesteckte, traurige kopf hat mein herz gebrochen. (und die antwort auf den satz "zieh mal deine ringelhose an jetzt", naemlich: "warte, ich zeige eben den anderen kindern meine ringelhose, vielleicht moegen die mich dann", gefolgt von: "nee, auch in ringelhose moegen die mich nicht." seufz.)
wir sind jedenfalls bestens erholt. und ich muss feststellen, dass wir mit sehr viel glueck und durch zufall vielleicht den schoensten platz an der costa brava gefunden haben. da dies ja unser erster badeurlaub ist, wird die latte in zukunft hoch haengen. keinerlei touristen, ein privater strand in einer grossartigen bucht und wunderschoene haeuser um einen rum. das ist schon super. naechstes jahr kommen wir wieder. (und nein, ich sage ihnen nicht, wo es ist. sonst kommen sie ja auch alle, und hier gibt es kein gutes internet, da waeren sie ja eh ungluecklich!)
ach ja, und dann waren wir ja noch in barcelona. ich hatte ja schon angekuendigt, dass das mit kind die hoelle wuerde, und genauso war es. der mann war erstaunt, wo barcelona doch architektonisch so interessant sei (und das ist ja genau das, was ein dreijaehriger von einer stadt erwartet!)
wir versuchten uns zu helfen, indem wir irgendwann fuer 50 euro erschoepft in einem hop on hop off-bus zusammenbrachen, was dem kind zwar den mittagsschlaf ermoeglichte, aber... ich sag mal so: wenn sie sich demnaechst in so einem bus denken, dass da aber viel fanta auf dem boden ist... nicht den rucksack reinstellen. vielleicht ist es mittagsschlaf-pipi. (den sitz haben wir mit sagrotan desinfiziert, nicht, dass sie denken, wir waeren ferkel.)
und die mettmaenner reisen morgen ab. abendessen war nicht ganz so schlimm, wie wir erwartet haetten, doch auf eventuelle fragen, was wir morgen machen, antworten wir jetzt immer "indoorspielplatz". das erscheint mir sicher...
neinnein, keine angst, bis montag gehts noch. doch das kind schwaechelt. ihm fehlen andere kinder, so einfach ist das. in dem haus neben uns, etwas tiefergelegt und mit pool, ist gerade die britische besitzerfamilie mit drei kleinkindern angekommen, und ona steht jede freie sekunde am gitter der terrasse und guckt ihnen beim spielen zu. meine vermutung ist, dass die leute beruehmt oder wichtig sind, jedenfalls habe ich nicht den eindruck, dass ona da erwuenscht ist. im supermarkt hat er (bis wir rausgeflogen sind) einen kleinen jungen gefunden, der mit ihm fangen spielte. seit 24 stunden nun also der satz: "der junge mit dem pulli war mein freund. wann fahren wir wieder zu arthur?" arthur ist ausser "lass das" sowieso das am meisten geaeusserte wort. wir kamen nunmehr zu dem entschluss, dass a) die erziehungsansaetze, die beschwoeren, dass kinder nur erwachsene brauchen, alle mist sind, zumindest unser kind braucht kinder, und b) dass wir beim naechsten zweiwoechigen urlaub nur noch mit anderem kind fahren. der durch das terrassengitter gesteckte, traurige kopf hat mein herz gebrochen. (und die antwort auf den satz "zieh mal deine ringelhose an jetzt", naemlich: "warte, ich zeige eben den anderen kindern meine ringelhose, vielleicht moegen die mich dann", gefolgt von: "nee, auch in ringelhose moegen die mich nicht." seufz.)
wir sind jedenfalls bestens erholt. und ich muss feststellen, dass wir mit sehr viel glueck und durch zufall vielleicht den schoensten platz an der costa brava gefunden haben. da dies ja unser erster badeurlaub ist, wird die latte in zukunft hoch haengen. keinerlei touristen, ein privater strand in einer grossartigen bucht und wunderschoene haeuser um einen rum. das ist schon super. naechstes jahr kommen wir wieder. (und nein, ich sage ihnen nicht, wo es ist. sonst kommen sie ja auch alle, und hier gibt es kein gutes internet, da waeren sie ja eh ungluecklich!)
ach ja, und dann waren wir ja noch in barcelona. ich hatte ja schon angekuendigt, dass das mit kind die hoelle wuerde, und genauso war es. der mann war erstaunt, wo barcelona doch architektonisch so interessant sei (und das ist ja genau das, was ein dreijaehriger von einer stadt erwartet!)
wir versuchten uns zu helfen, indem wir irgendwann fuer 50 euro erschoepft in einem hop on hop off-bus zusammenbrachen, was dem kind zwar den mittagsschlaf ermoeglichte, aber... ich sag mal so: wenn sie sich demnaechst in so einem bus denken, dass da aber viel fanta auf dem boden ist... nicht den rucksack reinstellen. vielleicht ist es mittagsschlaf-pipi. (den sitz haben wir mit sagrotan desinfiziert, nicht, dass sie denken, wir waeren ferkel.)
und die mettmaenner reisen morgen ab. abendessen war nicht ganz so schlimm, wie wir erwartet haetten, doch auf eventuelle fragen, was wir morgen machen, antworten wir jetzt immer "indoorspielplatz". das erscheint mir sicher...
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Dienstag, 18. September 2012
Herzbruchens im Urlaub Teil XY
herzbruch, 19:34h
wir haben anschluss gefunden. bzw der anschluss hat uns gefunden. seufz. man kann ja nach 10 oder so tagen mit mann und kind und 90jaehrigen dorfbewohnern durchaus sehnsucht nach alternativen gespraechen haben, aber das ist jetzt gestillt. dennoch sitze ich in einem cafe in tossa, waehrend mann und kind bummelbahn fahren, und zaehle runter, bis wir uns um 6 nebenan mit den nachbarn treffen. mettmaenner, natuerlich. und das kam so:
unser haus ist in den hang gebaut, und wir wohnen oben. unter uns ist noch ein unten. samstag arrivierten mettmaenner, unten, kein sichtkontakt. sonntag konnte ich durch ihr balkonverhalten schon sehr viel ableiten: morgens aufstehen, fruehstuecken, lange, dann reingehen, fenster und tueren zu, also sex, dann rauchen, dann in den supermarkt fahren, dann kochen, dann an den strand. (ich sag ja immer: raucher wissen mehr.) abends dann - unerwartet - trennungsgespraech. peinlich beruehrt rauchte ich vollgas, konnte auch nur leise fetzen hoeren, kam aber zu dem entschluss, dass a) er vermutlich dicke hose - duennes studienbuch ist, und b) sie so etwas wie krankenschwester mit hang zur hobbypsychologie. montag kaum hoerkontakt, abends beim rauchen wieder trennungsgespraech, danach er alleine auf dem balkon, wieder rauchen (ich oben im schlafzimmer lesend, konnte das aber sehr genau nachvollziehen). heute morgen dann fruehstueck auf dem balkon, stimmung etwas besser, herzbruchens dann bei 21 grad mutterseelenallein schwimmen gegangen (vielleicht nicht gut fuer die deutschen seniorengelenke), dann wiedergekommen, dann kind aufsaessig, schuhe in den garten geschmissen. dann mann wutanfall, dann nachbarin klingeln mit schuhen. zum kaffee eingeladen, zwei stunden sitzengeblieben, dann kam er, auch zwei stunden sitzengeblieben, dann verzweifelt versucht, aufbruch vorzutaeuschen, wollten ja doch noch einmal essen gehen (9 von 10 tagen kaesebrot gegessen, organisationsschwierigkeiten mit kind), ach so ein zufall, wir auch, ja, tatsaechlich, so ein zufall, hmpf. gleich also essen. morgen fahren wir nach barcelona, und - ach so ein zufall, sie verstehen. unser grosser vorteil: er mag keine kinder, propagiert elektroschocker fuer quengelnde kleinkinder im auto, da sehen wir unsere chance. vermutlich wird gleich die idee aufkommen, wir koennten ja gemeinsam nach barcelona fahren, doch dann, so haben wir es abgesprochen, werden wir erzaehlen, dass wir ja die ganze zeit "flupp der kleine flipper" im auto hoeren und uns deshalb nicht unterhalten koennen (leider sogar wahr), und dann sollte sich das erledigt haben.
sie ist ja sogar recht nett. ein anderer schlag, aber nett. er hat interessanterweise dazu gefuehrt, dass ich seit verlassen des hauses meinen mann so oft gekuesst habe wie im gesamten letzten jahr. einfach deshalb, weil ich so froh bin, mit ihm verheiratet zu sein und nicht mit irgendeinem doofen. ist ja auch schoen.
unser haus ist in den hang gebaut, und wir wohnen oben. unter uns ist noch ein unten. samstag arrivierten mettmaenner, unten, kein sichtkontakt. sonntag konnte ich durch ihr balkonverhalten schon sehr viel ableiten: morgens aufstehen, fruehstuecken, lange, dann reingehen, fenster und tueren zu, also sex, dann rauchen, dann in den supermarkt fahren, dann kochen, dann an den strand. (ich sag ja immer: raucher wissen mehr.) abends dann - unerwartet - trennungsgespraech. peinlich beruehrt rauchte ich vollgas, konnte auch nur leise fetzen hoeren, kam aber zu dem entschluss, dass a) er vermutlich dicke hose - duennes studienbuch ist, und b) sie so etwas wie krankenschwester mit hang zur hobbypsychologie. montag kaum hoerkontakt, abends beim rauchen wieder trennungsgespraech, danach er alleine auf dem balkon, wieder rauchen (ich oben im schlafzimmer lesend, konnte das aber sehr genau nachvollziehen). heute morgen dann fruehstueck auf dem balkon, stimmung etwas besser, herzbruchens dann bei 21 grad mutterseelenallein schwimmen gegangen (vielleicht nicht gut fuer die deutschen seniorengelenke), dann wiedergekommen, dann kind aufsaessig, schuhe in den garten geschmissen. dann mann wutanfall, dann nachbarin klingeln mit schuhen. zum kaffee eingeladen, zwei stunden sitzengeblieben, dann kam er, auch zwei stunden sitzengeblieben, dann verzweifelt versucht, aufbruch vorzutaeuschen, wollten ja doch noch einmal essen gehen (9 von 10 tagen kaesebrot gegessen, organisationsschwierigkeiten mit kind), ach so ein zufall, wir auch, ja, tatsaechlich, so ein zufall, hmpf. gleich also essen. morgen fahren wir nach barcelona, und - ach so ein zufall, sie verstehen. unser grosser vorteil: er mag keine kinder, propagiert elektroschocker fuer quengelnde kleinkinder im auto, da sehen wir unsere chance. vermutlich wird gleich die idee aufkommen, wir koennten ja gemeinsam nach barcelona fahren, doch dann, so haben wir es abgesprochen, werden wir erzaehlen, dass wir ja die ganze zeit "flupp der kleine flipper" im auto hoeren und uns deshalb nicht unterhalten koennen (leider sogar wahr), und dann sollte sich das erledigt haben.
sie ist ja sogar recht nett. ein anderer schlag, aber nett. er hat interessanterweise dazu gefuehrt, dass ich seit verlassen des hauses meinen mann so oft gekuesst habe wie im gesamten letzten jahr. einfach deshalb, weil ich so froh bin, mit ihm verheiratet zu sein und nicht mit irgendeinem doofen. ist ja auch schoen.
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