Dienstag, 11. März 2014
Neue Zeitrechnung 1
ich beginne ja nun einen neuen lebensabschnitt, und nach kurzer trauer- und wutphase bin ich irgendwann morgens aufgewacht und habe mich gefragt, wie ich (die ich ja vor 12 jahren schreiend aus deutschland weggelaufen war) je auf die idee kommen konnte, in deutschland in forschung und lehre arbeiten zu wollen. jetzt arbeite ich also was anderes.

und wer denkt, in forschung und lehre sei alles so absurd, dass man sich das gar nicht vorstellen könne, dem sei folgendes gesagt: ich bin gerade in die freiwillige feuerwehr einer provinzstadt eingetreten, um mich auf eine leitende verwaltungsstelle völlig anderer art bewerben zu dürfen. vom regen in die traufe.

nachtrag: der mann bemerkte gerade, dass dem kind morgen vor stolz die brust schwellen wird, wenn wir ihm erzählen, dass ich jetzt feuerwehrfrau bin.

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Samstag, 8. Februar 2014
Gegen Mutti
der folgende beitrag ist eine coproduktion von herzbruch und novemberregen.

wir befinden uns im kaufhof am wehrhahn in düsseldorf. kinderabteilung. neben barbie, filly und irgendwas anderem in pink befindet sich ein regal, an welchem sich herzbruch seit november sehr, sehr stört. und zwar dieses:



bügeleisen, kaffeemaschine, waschmaschine, stabmixer, handmixer, und - für muttis ja grundausstattung - handfeger und kehrblech, gesammelt unter dem titel "wie mutti".

wir schließen uns in unserem kommentar angela merkel an: völlig inakzeptabel. unsere reaktion: ein zwei-mutti-flashmob. wir haben uns beschwert, und das ging ungefähr so:

Verkäuferin: Kann ich Ihnen helfen?

Wir: Ja. Hier ist etwas, das wir sehr schlecht finden. Schauen Sie mal: Wie Mutti?!

Verkäuferin: Ja... da haben uns schon häufiger Kunden drauf aufmerksam gemacht. Aber wir Kollegen finden das nicht so schlimm.

Wir: Uns stört das sehr.

Verkäuferin: Es ist aber ja schon noch in vielen Haushalten so, dass die Mutter das Kochen und Putzen erledigt.

Wir: Sie sind aber ja jetzt zum Beispiel gerade auch als berufstätige Frau hier. Und nicht zum Bügeln. Und wir bemühen uns heute, die Kinder gleichberechtigt zu erziehen. Sie könnten ja "Für den Haushalt" auf das Schild schreiben oder so.

Verkäuferin: Ja, das ginge auch...

Wir: An wen müssen wir uns denn wenden, wenn wir möchten, dass das geändert wird?

Verkäuferin: Dann müssten Sie mit der Frau G. sprechen, das ist die Abteilungsleiterin und die hat das Schild gedruckt.

Wir: Ist die Frau G. denn hier?

Verkäuferin: Leider nicht.

Wir: Und wie können wir die Frau G. erreichen?

Verkäuferin: Ich schreibe Ihnen gerne die Telefonnummer auf.

Wir: Und die Abteilungen können selbst entscheiden, was sie auf die Schilder drucken? Das entscheidet also Frau G. selbst?

Verkäuferin: Ja, das entscheidet die Abteilungsleitung. Darüber ist dann die Geschäftsleitung, aber an die würden Sie sich wenden, wenn es zum Beispiel um Sachen am Gebäude geht. Um Brandschutz oder so etwas. Für alles, was mit den Produkten zu tun hat, ist die Abteilungsleitung verantwortlich. Wenn Sie da die Geschäftsleitung ansprechen, geben die das an Frau G. weiter.


Also, wir schreiben ja jetzt der Frau G. Und Sie, wenn Sie in Düsseldorf sind und bei Kaufhof vorbeikommen, schauen doch sicher mal dort vorbei und sagen, dass Sie das auch so richtig inakzeptabel finden. Egal ob als Muttis oder Vatis oder gar Kinderlose, die auch einen Haushalt führen. Und auch die, die keinen Haushalt führen und trotzdem keinen Bock auf so Kackscheiße haben. Es haben sich ja schon Kunden beschwert, aber offenbar noch nicht genug. Das sollte sich doch ändern lassen.

Scheuen Sie sich nicht, dies zu verlinken und weiterzusagen und da einfach gar nichts mehr zu kaufen, bis das Schild weg ist. Und berichten Sie!

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Mittwoch, 5. Februar 2014
Nicht-Tagebuchbloggen: 109

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Nicht-Tagebuchbloggen: 123
17.40h und chefkoch.de nicht erreichbar. panik.
ich halte es mit placebo: without you i'm nothing.

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